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AfD-Europaabgeordnete werfen Spitzenkandidat Krah aus Delegation
Die neu gewählten Europaabgeordneten der AfD haben ihren umstrittenen Spitzenkandidaten Maximilian Krah nach mehreren Affären und Skandalen aus der Delegation geworfen. Die Parlamentarier der AfD hätten bei ihrer konstituierenden Sitzung am Montag dafür gestimmt, dass Krah nicht Teil der Gruppe wird, bestätigte ein Sprecher Krahs der Nachrichtenagentur AFP. Krah werde aber "selbstverständlich" ins Parlament einziehen.
Wie die "Junge Freiheit" berichtet, ist die Gruppe damit mehrheitlich einem Antrag des nordrhein-westfälischen Abgeordneten Hans Neuhoff gefolgt. Die Mehrheit der EU-Abgeordneten hielt Krah demnach vor, auf Kosten der Partei Wahlkampf gemacht zu haben. Gegen Krah wurden unter anderem Vorwürfe der Geldannahme aus Russland und China bekannt. Ein langjähriger Mitarbeiter Krahs wurde wegen des Verdachts der Spionage für China verhaftet.
Krah durfte in den Wochen vor der Europawahl keine Wahlkampfauftritte mehr bestreiten, nachdem er mit einer verharmlosenden SS-Äußerung in einer italienischen Tageszeitung für den Ausschluss aus der rechtspopulistischen ID-Fraktion im Europäischen Parlament gesorgt hatte. Mit der ID-Fraktion, der unter anderem der französische Rassemblement National (RN) angehört, strebt der nun führende Kopf der AfD-Delegation in Brüssel, René Aust, Gespräche zu einer Wiederaufnahme an.
K.Hill--AT