-
Mögliche AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt: Migrantenverbände fordern Schutzmaßnahmen
-
Trotz Gewaltexzessen in Frankreich: Macron beginnt mehrtägigen Besuch in Golfstaaten
-
Mindestens zwei Tote durch Überschwemmungen im Osten Spaniens
-
43 Jahre nach Mord an Sexarbeiter in Hamburg: Urteil gegen 61-Jährigen rechtskräftig
-
"Untröstlich": Cindy Crawford äußert sich erstmals seit Tod ihres Sohnes
-
Beschädigter Zaun an Leipziger Flughafen: 20-Jähriger soll Autounfall gebaut haben
-
Nach Ausschreitungen in Frankreich: Gelbwesten planen neuen Protesttag
-
Schwerer Schlag für den Club: Zoma muss operiert werden
-
Australien rüstet Unterwasserdrohnen für Angriffe aus der Luft aus
-
Australische Abgeordnete bei mutmaßlichem Angriff lebensgefährlich verletzt
-
Umfrage: Mehr als ein Viertel der Eltern in Deutschland raucht
-
Offshore-Daten: Nordrhein-Westfalen übergibt hunderte Verdachtsfälle an Bundesländer
-
Berlin: Haus-Eigentümer warnen vor wohnungspolitischen Plänen von Linken, Grünen und SPD
-
AfD in Sachsen-Anhalt: Bund-Länder-Kommission zum Schutz von Minderheiten gefordert
-
Grünen-Fraktionschefin Dröge verteidigt Gespräche mit Linken in Berlin
-
Studie: Deutsche Industrie hat seit 2019 fast halbe Million Stellen gestrichen
-
Selenskyj: Russland greift Kiew mit 16 Raketen an - Keine Vorwarnung von Partnern
-
Russischer Außenminister Lawrow reist in den Iran
-
Herbstferien in zahlreichen Bundesländern: ADAC rechnet mit Staus am Wochenende
-
Bänderverletzung: Karetsas fehlt BVB vorerst
-
Medien: Milan mit Interesse an Krösche
-
Brasilien: Lula und Bolsonaro überziehen sich im TV-Duell mit Vorwürfen
-
Bericht: Klingbeils Etat-Planung verstößt gegen deutsche Stabilitätsvorgaben
-
Über 10.000 Punkte: Zverev rückt an Sinner heran
-
Juso-Chef Türmer verteidigt Rot-Grün-Rot in Berlin auch gegen Kritik aus der SPD
-
Drittes Quartal: Chinas Wirtschaft wächst um 4,5 Prozent - Binnenkonsum schwach
-
SPD-Fraktionschef Miersch zweifelt an Berliner Koalition mit der Linken
-
Rubio bestreitet Unterbrechung von US-Geheimdienstinformationen an Ukraine
-
Nach Krawallen: Macron lehnt Rücktrittsgesuch von Innenminister Nuñez ab
-
Ex-Mediendirektor warnt UEFA vor "Fiasko" im FIFA-Machtkampf
-
Bericht: VW plant Einfrieren der Gehälter
-
NHL: Minnesota ohne Sturm erneut erfolgreich
-
Baseball: Rays vor Einzug in die World Series
-
Nach tödlichem Brand auf Armeestützpunkt in Kanada wochenlange Ermittlungen erwartet
-
NBA: Kings-Star Simmons reißt sich die Achillessehne
-
NFL: Chiefs weiter makellos
-
"Jedes Wort zu viel": Gladbach am emotionalen Tiefpunkt
-
Chinas Wirtschaft wächst im dritten Quartal um 4,5 Prozent
-
Brasilien: Lula und Bolsonaro überziehen sich in TV-Duell gegenseitig mit Vorwürfen
-
Nach Brand auf Armeestützpunkt in Kanada: 19 Verletzte laut Behörden in "kritischem Zustand"
-
Kanadische Provinz Alberta entscheidet über Referendum zu Unabhängigkeit
-
Japanische Sonde bricht zum Mars auf
-
UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan zieht Zwischenbilanz bei Artenschutz-Zusagen
-
Merz lädt 200 Unternehmenschefs zu Investitionsgipfel in Berlin - Nvidia-Chef erwartet
-
Berliner SPD und Grüne entscheiden über Aufnahme von Koalitionsverhandlungen
-
Nach Brand auf Armeestützpunkt in Kanada: 19 Verletzte laut Behröden in "kritischem Zustand"
-
Trump legt inmitten von Rechtsstreit um Golfplatz Pläne für Neugestaltung vor
-
Bundesverteidigungsminister Pistorius kritisiert Linke, Grüne und SPD in Berlin
-
BioNxt schließt GMP-Herstellung ab und reicht klinischen Prüfantrag für sublingualen Cladribin-Wirkstoffkandidaten ein
-
Trump verteidigt Aussetzen von Sanktionen gegen Russland gegen Kritik
Macron kündigt Neuwahlen nach Sieg der Rechtspopulisten bei Europawahl an
Politisches Erdbeben in Frankreich: Nach dem deutlichen Sieg der französischen Rechtspopulisten bei der Europawahl hat Präsident Emmanuel Macron die Nationalversammlung aufgelöst und vorgezogene Neuwahlen angekündigt. Die Parlamentswahl soll bereits am 30. Juni und die zweite Runde dann am 7. Juli stattfinden, wie Macron am Sonntagabend sagte. Macrons liberale Liste Renaissance stürzte bei der Europawahl auf knapp unter 15 Prozent ab, die Rechtspopulisten von Marine Le Pen hingegen erreichten rund 31,5 Prozent.
Damit erhielt der rechtspopulistische RN (Rassemblement National) mit seinem Spitzenkandidaten Jordan Bardella nach Hochrechnungen mehrerer Umfrageinstitute mehr als doppelt so viele Stimmen wie die Liste des Regierungslagers. Renaissance konnte demnach nur knapp den zweiten Platz vor den Sozialisten behaupten, die mit ihrem Spitzenkandidaten Raphael Glucksmann weniger als einen Punkt hinter dem Macron-Lager lagen.
Bardella forderte umgehende Neuwahlen. Das Ergebnis sei eine "vernichtende Niederlage" für Macron, sagte er. Wenig später kündigte der Präsident tatsächlich überraschend die Neuwahlen in rund drei Wochen an. Er habe beschlossen, den Franzosen "die Entscheidung über unsere parlamentarische Zukunft durch die Wahl zu überlassen", sagte der Präsident in einer Ansprache vom Elysée-Palast aus. "Diese Entscheidung ist ernst und schwer, aber es ist vor allem ein Akt des Vertrauens."
Macron hob hervor, dass Frankreich eine "klare Mehrheit" brauche, um in "Ruhe und Einigkeit" handeln zu können. Er habe die Botschaft der Franzosen verstanden und werde sie "nicht unbeantwortet lassen".
"Wir sind bereit, die Macht auszuüben, wenn die Franzosen uns das Vertrauen schenken", reagierte umgehend RN-Fraktionschefin Marine Le Pen, die 2027 erneut als Präsidentschaftskandidatin antreten will. Die Franzosen hätten eine klare Botschaft an Macron überbracht: "Sie wollen kein technokratisches, von der Wirklichkeit abgehobenes und zunehmend brutales europäisches Konstrukt mehr", schrieb Le Pen im Onlinedienst X.
Der RN konnte bei der Europawahl nicht nur den Spitzenplatz verteidigen, den er bereits 2019 erreicht hatte. Er konnte zudem ein deutlich höheres Ergebnis einfahren. 2019 war der RN auf 23 Prozent gekommen und hatte damit nur einen Punkt vor dem Regierungslager gelegen.
Für Macron bedeutet das Ergebnis einen herben Dämpfer. Er war 2017 mit dem Wahlversprechen angetreten, die Rechtspopulisten überflüssig zu machen. In Frankreich war die Europawahl vorher in erster Linie als Stimmungstest für die Präsidentenwahl 2027 gewertet worden, bei der Macron nicht mehr antreten kann. Marine Le Pen will es dann im vierten Anlauf in den Elysée-Palast schaffen. Umfragen zufolge würde sie derzeit in der ersten Runde der Wahl 2027 vorn liegen.
Bei der Europawahl kam das ultrarechte Lager zusammen mit dem RN in Frankreich sogar auf fast 40 Prozent. Macron zeigte sich entsetzt und verwies darauf, dass die Rechtspopulisten und Rechtsextremen überall in Europa zulegten.
Seine Entscheidung für Neuwahlen ist dennoch riskant: Schon jetzt hat das Regierungslager nur eine relative Mehrheit und könnte im Falle eines RN-Siegs bei der Parlamentswahl zu einer Koalition gezwungen sein - und das wenige Tage vor Beginn der Olympischen Spiele im Juli in Frankreich.
Das gute Abschneiden des RN bei der Europawahl war erwartet worden. Der mediengewandte Spitzenkandidat Bardella hatte sich vor allem auf die Themen Einwanderung, Sicherheit und Kaufkraft konzentriert. Er unterstützte auch den Kurs von Le Pen, die ihre Partei für breitere Wählerschichten öffnen will und daher eine Zusammenarbeit mit erklärten Rechtsextremisten ablehnt. Sie war deshalb auch klar auf Distanz zur AfD in Deutschland gegangen.
Verluste mussten bei der Europawahl in Frankreich hingegen die konservativen Republikaner und die Grünen hinnehmen. Die linkspopulistische LFI konnte indes leicht zulegen und kam nach den Hochrechnungen auf rund neun Prozent. Die Wahlbeteiligung in Frankreich lag mit 52,5 Prozent leicht höher als 2019.
O.Ortiz--AT