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Bidens Sicherheitsberater: Russische Offensive in ukrainischer Region Charkiw stockt
Die russische Militäroffensive in der nordostukrainischen Region Charkiw ist nach Einschätzung des Nationalen Sicherheitsberaters von US-Präsident Joe Biden ins Stocken geraten. "Das Momentum dieses Einsatzes in Charkiw ist zum Stillstand gekommen", sagte Jake Sullivan am Sonntag dem US-Sender CBS. "Charkiw ist weiterhin bedroht, aber die Russen sind nicht in der Lage gewesen, in den vergangenen Tagen in dieser Gegend substanzielle Fortschritte vor Ort zu machen."
Biden hatte Ende Mai für die umkämpfte Region Charkiw Beschränkungen aufgehoben, die es der Ukraine untersagt hatten, von den USA gelieferte Waffen auf russischem Gebiet einzusetzen. "Aus Sicht des Präsidenten war dies gesunder Menschenverstand", sagte Sullivan nun zu dieser Entscheidung. "Es ergab einfach keinen Sinn, es den Ukrainern nicht zu erlauben, über die Grenze zu feuern, um russische Waffen und Stellungen zu treffen, die auf die Ukrainer feuern."
Infolge von Bidens Entscheidung hatte auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) der Ukraine die Erlaubnis erteilt, deutsche Waffen auch gegen Ziele im russischen Grenzgebiet einzusetzen. Zuvor hatte die russische Armee mit ihrer Mitte Mai gestarteten Offensive in der Region Charkiw die ukrainischen Streitkräfte unter Druck gesetzt und eine Reihe von Geländegewinnen verzeichnet.
Biden nutzte am Freitag seinen Staatsbesuch in Frankreich anlässlich der Gedenkfeiern zum 80. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie und sein dortiges Treffen mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj, um der Ukraine erneut seine Unterstützung auszusprechen. Konkret kündigte er ein weiteres Hilfspaket für die Ukraine in Höhe von 225 Millionen Dollar (208 Millionen Euro) an.
Am Samstag warnte der US-Präsident, dass der russische Staatschef Wladimir Putin bei der Ukraine "nicht Halt" machen werde. "Ganz Europa wird bedroht werden. Das werden wir nicht zulassen", sagte Biden nach Gesprächen im Pariser Elysée-Palast an der Seite von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron.
T.Perez--AT