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Wegen Todesopfern: Hamas fordert Ende des Abwurfs von Hilfsgütern aus der Luft
Nach erneuten Todesfällen durch den Abwurf von Hilfsgütern für den Gazastreifen aus der Luft hat die Hamas ein Ende dieser Aktionen gefordert. Die Abwürfe "stellen eine wirkliche Gefahr für die Menschen dar", erklärte das Pressebüro der radikalislamischen Palästinenserorganisation am Donnerstag. Zudem würden die Hilfsgüter aus der Luft "keine wirkliche Lösung zur Milderung der Nahrungsmittelkrise im Norden des Gazastreifens" liefern.
"Wir fordern einen sofortigen Stopp der Lieferung von Hilfe in dieser ineffektiven und fehleranfälligen Art und Weise", hieß es in der Erklärung weiter. Stattdessen sollten mehr Hilfsgüter über den Landweg geliefert werden.
Am Dienstag waren den Hamas-Behörden zufolge zwei Palästinenser gestorben, als eine Luft-Hilfslieferung auf das Dach eines Lagerhauses krachte, weil sich ihr Fallschirm nicht öffnete. Zwei auf die Hilfe wartende Menschen seien durch das einstürzende Dach getötet und vier weitere verletzt worden.
Es war nicht der erste Vorfall dieser Art. Insgesamt starben durch den im Februar von der internationalen Gemeinschaft begonnenen Abwurf von Hilfsgütern den Hamas-Behörden zufolge in dem Palästinensergebiet mindestens 21 Menschen.
Im Gazastreifen fehlt sieben Monate nach Beginn des Krieges zwischen Israel und der Hamas vielen Menschen das Nötigste zum Leben. Linderung sollen internationale Hilfslieferungen bringen, die aber nur spärlich in das Gebiet gelangen.
Der Krieg im Gazastreifen war am 7. Oktober durch den Großangriff der radikalislamischen Hamas auf Israel ausgelöst worden. 1170 Menschen wurden dabei laut israelischen Angaben brutal getötet, weitere 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Als Reaktion geht Israel seitdem militärisch gegen Ziele im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, bislang mehr als 34.900 Menschen getötet.
O.Brown--AT