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Berliner Polizeipräsidentin Slowik erfreut über weitgehend friedlichen 1. Mai
Die Berliner Polizei hat den Verlauf der Demonstrationen am 1. Mai in der Bundeshauptstadt positiv bewertet. Bis auf wenige Ausnahmen sei es außerordentlich friedlich geblieben, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Donnerstag im Rundfunk Berlin-Brandenburg. "Es haben in 30 Versammlungen insgesamt 55.000 Menschen wirklich überwiegend friedlich und ohne Straftaten ihre Meinung auf die Straße gebracht - die einen sehr laut, sehr radikal und sehr aggressiv, andere dagegen eher mit Happeningcharakter."
Besonderes Augenmerk lag am Mittwoch in Berlin auf der Demonstration "Revolutionärer 1. Mai", von der in der Vergangenheit immer wieder Gewalt ausgegangen war. Die laut Polizei 11.500 Teilnehmer zogen aber weitgehend friedlich durch Kreuzberg und Neukölln.
Der Protest richtete sich in diesem Jahr vor allem gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen. Israelfeindliche und antisemitische Äußerungen waren von der Polizei vorab verboten worden. Laut Polizei gab es zahlreiche propalästinensische Ausrufe, allerdings nur vereinzelte Festnahmen - berlinweit lag die Zahl einer Sprecherin zufolge im "mittleren zweistelligen Bereich". Eine detaillierte Bilanz wollte die Polizei am Donnerstag veröffentlichen.
Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) dankte am Donnerstag den Berlinern und den Gästen in der Stadt für das friedliche Feiern und Protestieren. "Sie haben damit ein Zeichen für unser demokratisches Miteinander und gegen Hass, Hetze und Gewalt gesetzt", erklärte sie. Auch den Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr sprach sie ihren Dank "für ihr besonnenes und konsequentes Agieren" aus. Auch sie hätten dazu beigetragen, dass die Walpurgisnacht und der 1. Mai friedlich verlaufen seien.
Y.Baker--AT