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UNO: "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" bei Protest-Niederschlagung im Iran
Die gewaltsame Unterdrückung von friedlichen Protesten und die Diskriminierung von Frauen und Mädchen im Iran hat nach Angaben eines Berichts von UN-Experten zu "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" geführt. Viele dokumentierte Rechtsverstöße "kommen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich, insbesondere Mord, Inhaftierung, Folter, Vergewaltigung und andere Formen sexueller Gewalt, Verfolgung, gewaltsames Verschwindenlassen und andere unmenschliche Handlungen", heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Bericht einer unabhängigen internationalen Untersuchungsmission zum Iran.
Der UN-Menschenrechtsrat hatte in einer Sondersitzung im November 2022 für eine hochrangige Untersuchung zum gewaltsamen Vorgehen Teherans gegen die weitverbreiteten Proteste im Land gestimmt. Die Demonstrationen waren vom Tod der 22-jährigen iranischen Kurdin Mahsa Amini ausgelöst worden, die zuvor wegen mutmaßlicher Verletzungen der strengen Kleidungsregeln für Frauen festgenommen worden war.
Die Behörden mobilisierten nach Angaben der Experten den gesamten Sicherheitsapparat, um die Proteste zu unterdrücken. "Glaubwürdige Zahlen legen nahe, dass nicht weniger als 551 Demonstrierende von den Sicherheitskräften getötet wurden, darunter mindestens 49 Frauen und 69 Kinder", hieß es weiter. "Die meisten Todesfälle wurden durch Schusswaffen, insbesondere Sturmgewehre, verursacht." Auch habe die Mission unter anderem Belege für "außergerichtliche Hinrichtungen" gefunden.
T.Perez--AT