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CO2-Emissionen der Bundeswehr 2022 laut Ministerium erneut gestiegen
Die CO2-Emissionen der Bundeswehr sind im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen. Die Bundeswehr stieß 2022 insgesamt 1,77 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid aus, wie aus der Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der BSW-Abgeordneten Sevim Dagdelen hervorgeht, die AFP am Freitag vorlag. Im Vergleich zu 2021 stiegen die Emissionen demnach um etwa 60.000 Tonnen. Zahlen für 2023 lagen noch nicht vor.
2021 war der Ausstoß gegenüber 2019 um 18 Prozent gewachsen. Das Ministerium betonte in seiner Antwort aber, dass das CO2-Aufkommen zwischen 2005 und 2021 um 35,7 Prozent gesenkt werden konnte.
Die Abgeordnete der Partei "Bündnis Sahra Wagenknecht" (BSW), Dagdelen, kritisierte in diesem Zusammenhang die gestiegenen Rüstungsausgaben. "Die Ampel-Regierung ist vollkommen unglaubwürdig mit ihrer Klimaschutzpolitik angesichts der gigantischen Aufrüstung", sagte die außenpolitische Sprecherin der BSW-Gruppe im Bundestag zu AFP. "Wir brauchen Investitionen in Infrastruktur, Bildung und durchdachten Klimaschutz statt immer neuer Rekordausgaben für das Militär."
Knapp die Hälfte der Emissionen (0,85 Millionen Tonnen) im Jahr 2022 sind auf "militärspezifische Mobilität" zurückzuführen, wie das Ministerium weiter schrieb. Sie fallen durch Fahrzeuge, Flugzeuge und Schiffe etwa bei Ausbildung, Übungen und Einsätzen an. Der Rest umfasst demnach etwa die Infrastruktur, also den Betrieb von Kasernen und anderen militärischen Einrichtungen.
Die gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland lagen laut Umweltbundesamt im Jahr 2022 bei 750 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenten, der Großteil davon verursacht durch CO2.
T.Perez--AT