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Biden empfängt jordanischen König am Montag zu Gesprächen über Gazakrieg
US-Präsident Joe Biden empfängt am Montag den jordanischen König Abdullah II. zu Gesprächen über den Gazakrieg im Weißen Haus. Bei dem Treffen solle über "die derzeitige Lage im Gazastreifen und die Bemühungen um eine dauerhafte Beendigung der Krise" gesprochen werden, erklärte Bidens Sprecherin Karine Jean-Pierre am Donnerstag. Auch die Bemühungen der USA zur Unterstützung des palästinensischen Volkes - unter anderem durch verstärkte humanitäre Hilfe im Gazastreifen - würden Thema sein.
Zudem wollen Biden und Abdullah II. dem Weißen Haus zufolge über eine "Vision für einen dauerhaften Frieden" im Nahen Osten sprechen, der "eine Zweistaatenlösung mit garantierter Sicherheit für Israel beinhaltet". Jordanien fordert, wie andere arabische Staaten auch, ein sofortiges Ende der israelischen Angriffe im Gazastreifen.
Anlass des Besuchs sei das 75-jährige Bestehen diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern, erklärte Jean-Pierre. Es ist das erste Treffen zwischen Biden und Abdullah II. seit Beginn des Gazakriegs, der durch den Großangriff der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober ausgelöst worden war.
Jordanien ist ein wichtiger Verbündeter der USA in der Region. Der Nachbarstaat Israels beherbergt nach Angaben der UNO mehr als zwei Millionen palästinensische Flüchtlinge. Die Beziehungen zwischen Jordanien und Israel werden durch einen Friedensvertrag aus dem Jahr 1994 geregelt.
Im Januar hatte US-Außenminister Antony Blinken Abdullah II. in Amman besucht. Der jordanische König forderte den US-Chefdiplomaten dabei auf, sich für einen Waffenstillstand im Gazastreifen einzusetzen und die humanitäre Krise dort zu beenden.
Der Krieg zwischen Israel und der Hamas dauert mittlerweile vier Monate an. Am 7. Oktober hatten Kämpfer der von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuften Hamas und weiterer militanter Palästinensergruppen Israel überfallen und zahlreiche Massaker verübt. Sie töteten israelischen Angaben zufolge etwa 1160 Menschen, darunter viele Zivilisten. Rund 250 Menschen wurden zudem als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.
Als Reaktion auf den Angriff schwor Israel, die Hamas zu vernichten und startete einen massiven Militäreinsatz in dem Palästinensergebiet. Nach jüngsten Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden seit dem Beginn der israelischen Offensive mehr als 27.800 Menschen im Gazastreifen getötet.
O.Brown--AT