-
Gewalt in Mexiko: Bürgermeister und Journalist erschossen
-
Bundestrainer Kohlmann traut Zverev Angriff auf Platz eins zu
-
Lewandowski mit Niederlage beim Debüt gegen Messi-Klub
-
12.000 Menschen wegen Waldbrands in Touristenregion bei Bordeaux evakuiert
-
7er-Rugby: Wolfpack greift nach zweitem EM-Titel
-
Pedersen sauer: "Kämpferischster Fahrer? Witzlos"
-
Studie: Ohne technischen Fortschritt wird Wirtschaft in Deutschland schrumpfen
-
Nach Ankündigung von Seeblockade: Huthi-Miliz greift saudiarabische Öltanker an
-
Bundesverfassungsgericht urteilt über Tempolimit für Gesetze
-
Lawrow und Rubio führen Gespräch am Rande von Außenministertreffen in Manila
-
Defekt an Zugmaschine: Castor-Transport von Jülich nach Ahaus abgesagt
-
Nach Seeblockade-Verkündung: Huthi-Miliz meldet Angriffe auf saudiarabische Tanker
-
US-Repräsentantenhaus billigt mehr als eine Billion Dollar fürs Pentagon für 2027
-
Geldmangel in Tierheimen: Tierschutzbund kritisiert Bundesregierung
-
Nach neuen gegenseitigen Drohungen: USA melden weitere Angriffe auf den Iran
-
US-Abgeordnete verabschieden 95 Milliarden Dollar schweren Haushaltsplan
-
USA schließen Abkommen mit Saudi-Arabien über Aufbau von zivilem Atomprogramm
-
Neue US-Zölle: Kanada sagt Eröffnungsfeier für gemeinsame Brücke ab
-
Neuer US-Prozess wegen Social-Media-Sucht geplatzt
-
Neue US-Zölle: Kanada sagt Eröffnung von gemeinsamer Brücke ab
-
EU gibt unter Auflagen grünes Licht für Übernahme von Warner Bros. durch Paramount
-
US-Prozess gegen Maduro beginnt im Juni 2027
-
Huthi-Rebellen warnen Schiffe im Roten Meer per Funkspruch vor Angriffen
-
Noosha Aubel, Potsdam, verwahrloste Grünflächen und marode Straßen: Der Bürger als zahlender Michel?
-
Teenager und bald Eton-Schüler: Britischer Prinz George feiert 13. Geburtstag
-
Missbrauchsopfer werfen Vatikan "Verschleppen" eines Verfahrens gegen Ex-Jesuiten vor
-
CDU-Geheimdienstexperte Henrichmann warnt vor Kooperation mit Rosatom in Lingen
-
Kapitalbeteiligung: AMD will Milliarden in Anthropic investieren
-
Streit um Insektengift: Macron lehnt Rücktrittsgesuch von Umweltministerin ab
-
Tour: Philipsen siegt - Engelhardts Flucht nicht belohnt
-
In der Türkei festgenommener Deutsche-Welle-Journalist Uludag vorerst freigelassen
-
Ryanair bietet wegen Flugsteuer weniger Flüge aus Belgien an
-
Mit Balkongitter: Von Diebstahl betroffene Apollo-Galerie im Louvre wieder geöffnet
-
Ausfall bis Ende September: Torhüter Seimen fehlt Stuttgart
-
Gedenken an rechtsextremen Anschlag an OEZ: Steinemier fordert in München Konsequenzen
-
Furcht vor Eskalation im Iran-Krieg wächst - Trump droht mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke
-
Orban: Durchsuchung bei Ungarns Ex-Regierungspartei Fidesz "politisch motiviert"
-
Böse Überraschung: Einbrecher steht neben Bett von schlafendem 59-Jährigen
-
Merz und Söder schlagen Kanzleramtsminister Frei als neuen Unionsfraktionschef vor
-
Umstrittene deutsch-russische Atom-Zusammenarbeit genehmigt - unter Auflagen
-
EU-Lebensmittelaufsicht senkt Grenzwert für Ewigkeitschemikalie TFA deutlich ab
-
Zwei Straßenbahnen stoßen in Rotterdam zusammen: 15 Verletzte
-
Nach Rücktritt von Spahn: Kanzler-Vertrauter Frei soll Unionsfraktion führen
-
Spritpreise klettern weiter - Diesel verteuert sich um fast zehn Cent je Liter
-
Proteste ausgeweitet: Indische Kakerlaken-Bewegung erhöht Druck auf Modi-Regierung
-
Freispruch für Busfahrer nach Unfall mit tödlich verletztem Neunjährigen in Hamburg
-
Neue Startup-Strategie der Regierung legt Fokus auf Militär-Technolgie
-
Berlin schreibt nun Vermietende bei zu hohen Angebotsmieten an
-
Selenskyj entlässt ukrainischen Armeechef Syrsky nach tagelangen Protesten
-
Vorwurf der Falschaussage zu Maut: Ex-Minister Scheuer ab September vor Gericht
14 Jahre und sechs Monate Haft für Reichsbürger wegen Schüssen auf Polizisten
Wegen Schüssen auf Spezialeinsatzkräfte der Polizei hat das Oberlandesgericht Stuttgart einen Reichsbürger am Mittwoch wegen sechsfachen versuchten Mordes und weiterer Delikte zu 14 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Die Richter kamen nach Gerichtsangaben zu dem Überzeugung, dass der Beschuldigte Ingo K. bei einer Razzia in seinem Wohnhaus im baden-württembergischen Boxberg im April vergangenen Jahres aus einer "staatsfeindlichen Gesinnung" heraus mit einem illegalen militärischen Sturmgewehr auf Beamte gefeuert und einen von ihnen schwer verletzt hatte.
Demnach gab der zuvor durch Bedrohungen von Behördenmitarbeitern auffällig gewordene 55-Jährige mit der verbotenerweise in seinem Besitz befindlichen Militärwaffe zunächst 21 Schüsse durch einen geschlossenen Rollladen auf davor befindliche Spezialkräfte ab. Ein Polizist wurde in beide Beine getroffen, ein anderer entging Treffern in den Oberkörper nur wegen eines ballistischen Schutzschilds. Danach wechselte K. im Haus die Stellung und schoss unter anderem auf Beamte, die ihren verletzten Kollegen wegzogen.
Bei dem Angeklagten sei "ein eingeschliffener Hang zu schweren Straftaten und eine daraus resultierende Gefährlichkeit zwar nicht sicher feststellbar, aber als wahrscheinlich anzunehmen", erklärte das Oberlandesgericht in seiner Urteilsbegründung. Es behielt deshalb ausdrücklich auch eine anschließende Sicherungsverwahrung nach Verbüßung der gegen K. verhängten Haftstrafe vor.
Im April 2022 hatte die Polizei einen Durchsuchungsbeschluss in der Wohnung des Angeklagten in einem landwirtschaftlichen Gehöft in Boxberg vollstreckt, das laut Gericht von mehreren Angehörigen der Reichsbürgerszene gemeinsam bewohnt und bewirtschaftet wurde. Ziel der Durchsuchung war demnach, eine von K. bislang legal besessene Pistole einzuziehen und zu beschlagnahmen.
Der Beschuldigte war nach Feststellungen des Gerichts in den Monaten zuvor durch konkrete Bedrohungen von Behördenmitarbeitern auffällig geworden und hatte darüber hinaus wiederholt Briefe an Ämter verschickt, in denen der die Existenz der Bundesrepublik Deutschland als Staat sowie die Gültigkeit ihrer Gesetze in Abrede stellte. Demnach gehörte er bereits seit 2016 zur Reichsbürgerszene und besaß unter anderem auch einen ihrer Scheinausweise.
Spätestens seit Mitte 2016 legte K. sich dem Gericht zufolge zudem illegal zahlreiche Schusswaffen samt Munition zu, darunter auch den bei der Tat verwendeten Nachbau eines Sturmgewehrs des Typs Kalaschnikow. Demnach war er fest entschlossen, diese bei einer Razzia gegen Repräsentanten des Staats einzusetzen und lagerte die meisten davon "geladen und sofort zugriffsbereit" in den von im bewohnten Räumlichkeiten auf dem Bauernhof.
Die Bundesanwaltschaft plädierte in dem Verfahren auf lebenslange Haft und anschließende Sicherungsverwahrung. Die Verteidigung forderte Freispruch und begründete dies mit einer psychischen Ausnahmesituation ihres Mandanten.
Das etwaige Vorliegen einer Notwehrsituation verneinte das Oberlandesgericht in seinem noch nicht rechtskräftigen Urteil. Der Durchsuchungsbeschluss sei rechtmäßig ergangen und dessen Umsetzung "nicht zu beanstanden". Auch habe der Beschuldigte aufgrund laut vernehmbarer Rufe der Einsatzkräfte und des Blaulichts erkannt, dass es sich um einen Polizeieinsatz mit dem Ziel der Durchsuchung seiner Wohnung gehandelt habe. "Dies wollte er ganz wesentlich aus seiner staatsfeindlichen Gesinnung heraus um jeden Preis verhindern."
Insgesamt gab der Angeklagte laut Urteil während der morgendlichen Razzia am 20. April vergangenen Jahres 45 Schüsse auf die Einsatzkräfte und ihre teilweise gepanzerten Fahrzeuge ab, vier Kugeln schlugen in der Wand eines benachbarten Wohnhauses ein. Durch von den Polizeispezialkräften gezündete Nebelgranaten geriet ein Carport in Brand, die Flammen griffen auch auf das Haus über.
Nach etwa zwei Stunden nahm K. von sich aus über den Notruf Kontakt zur Polizei auf, verließ das brennende Haus nach mehreren Telefonaten und wurde unverletzt festgenommen. Ein Richter ordnete noch am selben Tag Untersuchungshaft an. In dem Gebäude wurden nach Angaben der Ermittler später dann seine Schusswaffen und mehr als 5000 Schuss Munition gefunden.
H.Romero--AT