-
Teenager und bald Eton-Schüler: Britischer Prinz George feiert 13. Geburtstag
-
Missbrauchsopfer werfen Vatikan "Verschleppen" eines Verfahrens gegen Ex-Jesuiten vor
-
CDU-Geheimdienstexperte Henrichmann warnt vor Kooperation mit Rosatom in Lingen
-
Kapitalbeteiligung: AMD will Milliarden in Anthropic investieren
-
Streit um Insektengift: Macron lehnt Rücktrittsgesuch von Umweltministerin ab
-
Tour: Philipsen siegt - Engelhardts Flucht nicht belohnt
-
In der Türkei festgenommener Deutsche-Welle-Journalist Uludag vorerst freigelassen
-
Ryanair bietet wegen Flugsteuer weniger Flüge aus Belgien an
-
Mit Balkongitter: Von Diebstahl betroffene Apollo-Galerie im Louvre wieder geöffnet
-
Ausfall bis Ende September: Torhüter Seimen fehlt Stuttgart
-
Gedenken an rechtsextremen Anschlag an OEZ: Steinemier fordert in München Konsequenzen
-
Furcht vor Eskalation im Iran-Krieg wächst - Trump droht mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke
-
Orban: Durchsuchung bei Ungarns Ex-Regierungspartei Fidesz "politisch motiviert"
-
Böse Überraschung: Einbrecher steht neben Bett von schlafendem 59-Jährigen
-
Merz und Söder schlagen Kanzleramtsminister Frei als neuen Unionsfraktionschef vor
-
Umstrittene deutsch-russische Atom-Zusammenarbeit genehmigt - unter Auflagen
-
EU-Lebensmittelaufsicht senkt Grenzwert für Ewigkeitschemikalie TFA deutlich ab
-
Zwei Straßenbahnen stoßen in Rotterdam zusammen: 15 Verletzte
-
Nach Rücktritt von Spahn: Kanzler-Vertrauter Frei soll Unionsfraktion führen
-
Spritpreise klettern weiter - Diesel verteuert sich um fast zehn Cent je Liter
-
Proteste ausgeweitet: Indische Kakerlaken-Bewegung erhöht Druck auf Modi-Regierung
-
Freispruch für Busfahrer nach Unfall mit tödlich verletztem Neunjährigen in Hamburg
-
Neue Startup-Strategie der Regierung legt Fokus auf Militär-Technolgie
-
Berlin schreibt nun Vermietende bei zu hohen Angebotsmieten an
-
Selenskyj entlässt ukrainischen Armeechef Syrsky nach tagelangen Protesten
-
Vorwurf der Falschaussage zu Maut: Ex-Minister Scheuer ab September vor Gericht
-
Verhandlungen mit Vermietern: 33 Galeria-Standorte auf der Kippe
-
USA gehen bei Zöllen wieder in die Offensive - neue Abgaben für Brasilien in Kraft
-
Hainer: "Menschenfänger" Klopp eine gute Lösung
-
Mutmaßlicher Mädchenjäger des US-Sexualstraftäters Epstein nahe Paris tot aufgefunden
-
Ecker-Rosendahl und Henkel würdigen Trainer Osenberg
-
Deutsch-russische Atom-Zusammenarbeit genehmigt - Parteiübergreifend Kritik
-
Frühstartrente: Eltern können staatlichen Zuschuss um bis zu 6840 Euro ergänzen
-
Norwegen gedenkt der Opfer der Breivik-Anschläge vor 15 Jahren
-
Lipowitz bereits operiert: "Er ist mega enttäuscht"
-
Medien: Frei soll neuer Unionsfraktionschef werden
-
Bundesanwaltschaft klagt Anführer von Reichsbürgergruppe "Königreich Deutschland" an
-
Bundesregierung will Unterstützung von Terroropfern dauerhaft sicherstellen
-
Ermittlungen gegen Polizisten nach tödlichem Unfall mit Streifenwagen in Hessen
-
Gespräche laufen: Italien will Guardiola
-
Firma scheitert mit Millionenklage gegen Bund wegen geplatzten Maskendeals
-
Lawrow kündigt Treffen mit Rubio am Donnerstag in Manila an
-
Ermittler untersuchen Geschäftsräume der Deutschen Bank
-
Französischer Modelagent mit engen Verbindungen zu Epstein tot aufgefunden
-
Bundesregierung will Cybersicherheit der Verwaltung stärken
-
41-Jähriger in Dortmund soll eigenen Vater getötet haben
-
Anklage gegen vier Anführer von Reichsbürgergruppe "Königreich Deutschland"
-
Ecker-Rosendahl würdigt Trainer Osenberg
-
Polizeistation in Hitlers Geburtshaus in Braunau eröffnet - umstrittenes Projekt
-
Befragung: Nahezu Hälfte von deutschen Studierenden nutzt täglich KI-Tools
Zweite Länder-Tarifrunde zunächst ohne Arbeitgeberangebot - Streiks möglich
Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die 1,1 Millionen Beschäftigten der Bundesländer außer Hessen hat am Donnerstag in Potsdam begonnen. Die Gespräche wurden von ersten Warnstreiks in Berliner Kitas und Schulen begleitet. Gewerkschaften und Arbeitgeber liegen noch weit auseinander, ein Arbeitgeberangebot liegt bisher nicht vor.
Die Gewerkschaften fordern 10,5 Prozent, monatlich jedoch mindestens 500 Euro mehr Einkommen. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sagte als Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), er erwarte eine harte Tarifrunde. Es gebe aber eine Chance, vor Weihnachten zu einer Einigung zu kommen.
Der Tarifabschluss bei Bund und Kommunen vom April sei eine Rahmenbedingung, "die auch hier auf dem Tisch liegt", sagte Dressel. Die Gewerkschaften gingen mit ihren Forderungen in der Ländertarifrunde jedoch "darüber hinaus". "Wir wollen eher drunter bleiben", sagte der Länderverhandlungsführer.
Dressel sprach unter Hinweis auf "die sehr schwierigen Verhandlungen mit dem Bund" über offene Finanzfragen von einer sehr schwierigen Lage für die Länder. Die Bundesländer wollten dennoch versuchen, in dieser Verhandlungs- und in der dritten Tarifrunde Anfang Dezember zu einer Verständigung zu kommen. Das Tarifergebnis müsse bezahlbar sein, die Forderungen der Gewerkschaften seien das nicht. Diese addierten sich auf mehr als 20 Milliarden Euro - "das können die Länder nicht bezahlen".
Die Gewerkschaften erwarteten ein erstes Arbeitgeberangebot, sagte Verdi-Bundeschef Frank Werneke. Die Tarifrunde stehe unter dem Eindruck der hohen Inflation. Seit dem vorangegangenen Tarifabschluss vor zwei Jahren habe sich ein zweistelliger Reallohnverlust aufgebaut - "der muss ausgeglichen werden". Beim Verhandlungsauftakt hätten die Arbeitgeber jedoch signalisiert, "dass sie das nicht so sehen, sondern die Beschäftigten akzeptieren müssen, dass sie weniger Geld im Portemonnaie haben".
Es gebe kein Argument, weshalb die Beschäftigten der Länder schlechter gestellt werden sollten als die bei Bund und Kommunen. "Ein schlechteres Ergebnis akzeptieren wir nicht", sagte Werneke. Die Länder seien im Vergleich zu Bund und Kommunen finanziell am besten durch Inflation und Krisen gekommen, sie hätten im vergangenen Jahr ein Überschuss erwirtschaftet.
"Butter bei die Fische und Tempo bei den Verhandlungen" forderte der Bundeschef des Deutschen Beamtenbunds, Ulrich Silberbach. Die Beschäftigten hätten "keine Lust mehr, sich mit Ausflüchten zu befassen". Die Gewerkschaften erwarteten von den Arbeitgebern "keine Situationsbeschreibung, sondern Lösungsvorschläge".
Der Tarifabschluss bei Bund und Kommunen vom April sei "eine Blaupause", sagte Silberbach. "Wir werden es den Beschäftigten schlecht beibringen können, dass es bei den Ländern weniger Einkommensentwicklung und Inflationsausgleich gibt als bei Bund und Kommunen", sagte Silberbach.
Bei Bund und Kommunen hatten sich Verdi und Beamtenbund im April auf monatlich mindestens 340 Euro mehr Geld und einen Inflationsausgleich von 3000 Euro geeinigt. Nach Gewerkschaftszählung führt das während der 24-monatigen Laufzeit zu einem durchschnittlichen Lohnanstieg von 11,5 Prozent bis Ende 2024.
Nach Verdi-Angaben war zum Auftakt der zweiten Tarifrunde in Berlin die Hälfte aller Kitas nach einem Warnstreikaufruf geschlossen. "Das gibt Rückenwind für unsere Forderungen", sagte Werneke. Beschäftigte, die unter den Ländertarif fallen, haben Verdi zufolge derzeit schlechtere Konditionen als Beschäftigte bei Bund und Kommunen. Bei Bund, Ländern und Gemeinden sind nach Gewerkschaftszählung derzeit 300.000, in Berlin zehntausend offene Stellen wegen Bewerbermangels nicht besetzbar.
Während der Warnstreiks in der Tarifrunde von Bund und Kommunen fand im Frühjahr zeitgleich die Tarifrunde der Eisenbahnverkehrsgewerkschaft EVG statt. Beschäftigte im Nahverkehr und an den Flughäfen beteiligten sich im März an einem gemeinsamen Verkehrs- und Infrastrukturstreiktag der DGB-Gewerkschaften Verdi und EVG.
Am 9. November startet die Tarifrunde der Lokführergewerkschaft GDL bei der Deutschen Bahn. Die GDL ist Mitgliedsgewerkschaft beim Beamtenbund. "Wir schauen uns mal an, was die GDL im Köcher hat - und ja, das ist eine vergleichbare Situation", sagte Silberbach zu möglicherweise zeitnahen Arbeitskämpfen im öffentlichen Dienst der Länder und bei der Bahn. Es liege an den jeweiligen Arbeitgebern, "hier für Deeskalation zu sorgen". Es gehe darum, "sehr früh, vor Weihnachten noch, zu Ergebnissen zu kommen - dann haben wir Ruhe im Karton", sagte Silberbach. "Sonst wird's ein heftiges Weihnachtsfest".
R.Chavez--AT