-
Israel: Arabische Listen legen nach Auszählung von 85 Prozent der Stimmen weiter zu
-
Verheerendes Zugunglück in Spanien: Mindestens 64 Todesopfer
-
Jugendproteste: Behörden warnen vor Extremisten - GEW betont Anliegen der "GenZ"
-
Familienministerium will maximalen Elterngeldbezug doch bei 14 Monaten belassen
-
Frauen betäubt und missbraucht: Zwölf Jahre Haft für Serienvergewaltiger in Berlin
-
Dänischer Tierschutzminister will sich für Verbot von "Turbo-Hähnchen" einsetzen
-
Brasilianischer Wahlverlierer Flávio Bolsonaro in Miami gelandet
-
Nach Dopingsperre: Carl will "zweite Chance" nutzen
-
"Unprofessionell": Grüne und Linke kritisieren Merz' Kurs bei Steinmeier-Nachfolge
-
Zahl der Toten nach Zugunglück in Spanien steigt auf 64
-
Parlamentswahl in Israel: Kein klarer Weg zur Regierungsbildung
-
Struff gewinnt deutsches Duell - nun gegen Djokovic?
-
Hausdrama nach fehlerhafter Zwangsversteigerung: Fall aus Rangsdorf beigelegt
-
Medienbericht: Weitere Haftstrafe für iranischen Regisseur Panahi
-
Streit um Brigitte Bardots Erbe: Witwer aus Villa ausgeschlossen
-
Mercedes will weitere Stellen in Deutschland abbauen
-
DGB-Rentenkommission schlägt verpflichtende betriebliche Altersvorsorge vor
-
Hochgeschwindigkeitszüge kollidieren in Spanien: Mindestens 30 Todesopfer
-
Bolsonaro setzt sich nach Wahlniederlage aus Brasilien ab - Aufenthaltsort unklar
-
Gegenpol zu China und USA: Merz wirbt für neue Wirtschaftsallianz mit Japan
-
Behörden: Zahl der Toten bei Zugunglück in Spanien steigt auf mindestens 30
-
Merz: Deutschland wird Rüstungskooperation mit Japan verstärken - Kampfjetbau ausloten
-
Indien: Mobilfunkunternehmen Jio legt nach Rekordbörsengang Kurssprung hin
-
Nach Ausschreitungen in Frankreich: Randalierer sollen für Schäden zahlen
-
Bundespolizei fasst falsche Diplomaten an Münchner Flughafen
-
Ukrainischer Präsident Selenskyj wird in Hessen mit Medaille geehrt
-
Polizei schießt bei Übung auf Bundeswehrsoldaten: Ermittlungen eingestellt
-
Gegenpol zu China und USA: Merz wirbt in Japan für "Allianz für regelgebundenen Handel"
-
Israels Wahlbehörde: Netanjahus Block führt nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen
-
Auch Real entschuldigt sich bei China für Mbappé-Kommentar
-
Klaveness: FIFA-Kandidatur "kein wirkliches Thema" für mich
-
Angreifer vor israelischer Botschaft in Serbien erschossen - Israel spricht von "Terroranschlag"
-
Bundesinstitut zur Unterhaltsreform: Finanzlage Alleinerziehender verbessert
-
Unbekannte wollen in Dresdner Zwinger einbrechen - Verdächtige flüchten
-
Trump: Unterstützung für Netanjahu hat diesem bei Wahl in Israel sehr geholfen
-
Chemiekonzern BASF hebt erneut Gewinnerwartung
-
Statistik: Mehr Patienten im vergangenen Jahr in Krankenhäusern behandelt
-
Neue Antisemitismusbeauftragte beklagt offen gelebten Judenhass in Deutschland
-
Südkoreas Chip-Hersteller SK Hynix verbucht erneuten Umsatz- und Gewinnrekord
-
Buenos Aires: Flávio Bolsonaro von Brasilien über Argentinien nach Ecuador gereist
-
Gewinnmarge von Mercedes' Autosparte im dritten Quartal fast halbiert
-
Israels Wahlbehörde: Nach Auszählung von 50 Prozent der Stimmen führt Netanjahus Block
-
MLB: Milwaukee vergibt ersten Titel-Matchball
-
Trump kündigt "sehr bald" Treffen mit Putin und Selenskyj an
-
NHL: Sturm weiter auf Kurs - Dämpfer für Peterka und Stützle
-
NBA: Nächste Pleite für Wagner und Brooklyn
-
Sabitzer sorgt für gutes BVB-Gefühl vor Klassiker
-
Dreesen: Bayern bei Kane-Vertrag "in der Detailarbeit"
-
Nach knappem Wahlausgang in Israel beanspruchen beide Blöcke die Regierungsbildung
-
Kurz vor Midterms: Rubio begleitet Trump bei Wahlkampfauftritt in Texas
Israels Armee: Bodeneinsatz im Gazastreifen wird in der Nacht ausgeweitet
Die israelische Armee will nach eigenen Angaben ihren Einsatz von Bodentruppen im Gazastreifen in der Nacht zum Samstag ausdehnen. Die Bodentruppen "weiten ihre Bodenoperation heute Nacht aus", kündigte Armeesprecher Daniel Hagari am Freitagabend an. UN-Generalsekretär António Guterres warnte angesichts der Lage der Zivilbevölkerung im Gazastreifen vor einer "beispiellosen Lawine menschlichen Leids".
Vor der angekündigten Ausweitung des Bodeneinsatzes verstärkte die israelische Armee nach eigenen Angaben bereits ihre Luftangriffe im Gazastreifen "in einer sehr bedeutsamen Weise". Wir werden weiterhin Luftangriffe in der Stadt Gaza und ihrer Umgebung ausführen", sagte Hagari in einer Fernsehansprache.
Bereits in den beiden Vornächten hatte die israelische Armee Bodeneinsätze mit Panzern in dem extrem dichtbesiedelten Palästinensergebiet ausgeführt. Dabei habe es sich beide Male jeweils um einen "gezielten Angriff" gehandelt, teilten die Streitkräfte mit. Die angekündigte großangelegte israelische Bodenoffensive in dem Palästinensergebiet war bislang jedoch ausgeblieben.
Am Freitagabend wurde der Norden des Gazastreifens dann massiv von der israelischen Armee beschossen, wie Live-Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP zeigten. Die Angriffe begannen demnach gegen 19.00 Uhr Ortszeit und dauerten weiter an.
Die Hamas-Führung erklärte, Israel habe am Freitag die Kommunikation und den größten Teil des Internets im gesamten Gazastreifen gekappt. Das Medienbüro der Hamas-Regierung warf Israel vor, diesen Schritt zu nutzen, "um mit blutigen Vergeltungsschlägen aus der Luft, zu Lande und zur See Massaker zu verüben". Die israelischen Angriffe seien "die heftigsten seit Beginn des Krieges" am 7. Oktober.
Die Essedin-al-Kassam-Brigaden, der bewaffnete Arm der Hamas, erklärten im Onlinedienst Telegram, nach den israelischen Luftangriffen am Freitagabend "Raketensalven" auf israelisches Gebiet abgefeuert zu haben. Israelischen Medienberichten zufolge wurden Raketen in Richtung Tel Aviv, in Richtung des Zentrums des Landes sowie des Nordens des besetzten Westjordanlandes abgefeuert.
Guterres erneuerte unterdessen seinen Aufruf "zu einer humanitären Waffenruhe, zur bedingungslosen Freilassung aller Geiseln und zur Lieferung lebensrettender Güter". Das "Elend" nehme weiter zu, erklärte er. Ohne eine "grundlegende Änderung" würden die Menschen im Gazastreifen "mit einer beispiellosen Lawine menschlichen Leids konfrontiert".
Die israelische Armee warf der Hamas unterdessen am Freitag vor, Krankenhäuser im von ihr kontrollierten Gazastreifen als strategische Zentren für ihre Angriffe gegen Israel zu missbrauchen. Die militante Palästinenserorganisation nutze die Krankenhäuser "als Kommandozentralen und Verstecke" mit Zugängen zu ihrem unterirdischen Tunnelsystem, sagte Hagari. Zudem nutze die Hamas den in diesen zivilen Einrichtungen gelagerten Treibstoff für ihre Angriffe.
Am Freitag war erstmals seit Kriegsbeginn ein medizinisches Team vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) im Gazastreifen eingetroffen. Darunter seien auf Kriegsverletzungen spezialisierte Ärzte, teilte eine IKRK-Sprecherin mit. "Die humanitäre Katastrophe verschlimmert sich von Stunde zu Stunde", sagte der Regionaldirektor der Organisation, Fabrizio Carboni.
Das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) hatte zuvor vor steigenden Opferzahlen infolge der Abriegelung des Gazastreifens gewarnt. "Menschen in Gaza sterben nicht nur durch die Bomben, es werden bald noch sehr viele mehr an den Folgen der Abriegelung sterben", sagte deren Chef Philippe Lazzarini.
Nach Angaben der UN-Koordinatorin für humanitäre Angelegenheiten, Lynn Hastings, finden derzeit "sehr, sehr detaillierte Verhandlungen" zu den Hilfslieferungen für die Bevölkerung im Gazastreifen statt. In den Gesprächen werde versucht, Israels Sicherheitsbedenken auszuräumen, sagte sie. Diese seien "völlig legitim, insbesondere in Bezug auf Treibstoff, der ein Produkt mit doppeltem Verwendungszweck und hohem Risiko ist".
Beim EU-Gipfel in Brüssel kritisierte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Israels Vorgehen im Gazastreifen und sprach sich zudem für eine "humanitäre Waffenruhe" aus. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verwies indessen auf die Gipfelerklärung der EU-Staaten, die eine "klare Haltung" der Mitgliedsländer zeige. "Wir stehen solidarisch an der Seite Israels", fasste der Kanzler die Erklärung zusammen.
Seit dem am 7. Oktober begonnenen Großangriff der Hamas wird eine großangelegte israelische Bodenoffensive im Gazastreifen erwartet. Bei dem Angriff der Hamas auf Israel waren nach israelischen Angaben etwa 1400 Menschen getötet und 229 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt worden. Als Reaktion riegelte Israel den Gazastreifen ab und startete massive Luftangriffe auf mutmaßliche Hamas-Ziele.
Dabei wurden nach Angaben des von der Hamas geleiteten Gesundheitsministeriums inzwischen mehr als 7300 Menschen getötet. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
H.Thompson--AT