-
"Typen fehlen": Podolski kritisiert Mentalität der DFB-Elf
-
Radsport: Dopingtests am Tour-Ruhetag
-
Studie: Investitionen in deutsche Startups im ersten Halbjahr weiter gestiegen
-
Yamals Boxershort sorgt in Deutschland für Ausnahmezustand
-
Mexikos Torwart-Ikone Ochoa beendet Fußballkarriere
-
Mehrheit der Rentnerinnen erhält gesetzliche Altersbezüge unter Armutsgrenze
-
Iran-Krieg: Hegseth schätzt Kosten auf 37,5 Milliarden Dollar - USA greifen erneut an
-
Bayern-Jungstar Bischof: "Will nächsten Schritt machen"
-
"Schade, ihn zu verlieren": Evenepoel hadert mit Lipowitz-Aus
-
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze: BSW wird "gemeinsame Sache" mit AfD machen
-
Hegseth schätzt bisherige Kosten des Iran-Krieges auf 37,5 Milliarden Dollar
-
Regierung will Beauftragten für Opfer von Terrorakten
-
Steinmeier bei Gedenken zu zehntem Jahrestag von OEZ-Attentat in München
-
Polizeistation in Hitlers Geburtshaus in Braunau wird eröffnet
-
SPD-Generalsekretär Klüssendorf bringt zusätzliche Schuldenaufnahme ins Spiel
-
US-Armee meldet "elfte Nacht in Folge" Angriffe auf den Iran
-
Hunderte Menschen fliehen vor neuem Waldbrand in Südfrankreich
-
Trump will in zwei Jahren Generika-Medikamente mit 100 Prozent Zoll belegen
-
Marokko fordert Aufklärung nach Tod von Staatsbürger bei Polizeieinsatz in Italien
-
Drogenbeauftragter Streeck begrüßt Alkoholverbot an Bahnhöfen
-
Nach tagelangen Protesten: Selenskyj entlässt Armeechef Syrsky
-
Mit Neundarter: Littler im Viertelfinale des World Matchplay
-
Trump sagt libanesischem Präsidenten Unterstützung bei Friedensbemühungen mit Israel zu
-
Ukraine: Präsident Selenskyj entlässt Armeechef Syrsky
-
Tour-Sturz: Lipowitz erleidet Schlüsselbeinbruch
-
Frankreich lässt zwei verbotene Insektengifte unter Auflagen wieder zu
-
Frankreich beschließt als erstes EU-Land Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige
-
Frankreich beschließt Social-Media-Verbot für Kinder unter 15 Jahren
-
Frankreich: Le Pen hat Revision gegen ihre Verurteilung eingelegt
-
"Routinemäßiger Eingriff": Wirtschaftsministerin Reiche wird in Sommerpause operiert
-
Tour-Sturz: Lipowitz erleidet Schlüsselbeinverletzung
-
Trump: USA sind mit Iran "noch lange nicht fertig" - Atomanlage Pickaxe Mountain mögliches Ziel
-
Brite soll Ex-Ministerin Widdecombe mit 21 Hammer-Schlägen getötet haben
-
Guterres reist diese Woche nach Syrien - Erster Besuch eines UN-Chefs seit 2009
-
Trump will bei sich bei Blockade saudiarabischer Häfen um Huthis "kümmern"
-
Reiche gehen Lockerungen der EU-Regeln für Gas- und Ölimporte nicht weit genug
-
Neuer Premier Burnham kündigt Kostensenkungen für Briten an
-
Tour-Aus für Lipowitz: Sturzdrama überschattet Zeitfahren
-
Deutsche-Welle-Journalist Alican Uludag erneut in der Türkei festgenommen
-
Spanien will Rauchen auf öffentlichen Terrassen und Stränden verbieten
-
Libanesische Armee stationiert Truppen in weiterer "Pilotzone"
-
Nach Gewalt bei Protesten in Indien: Gandhi fordert Rücktritt von Premier Modi
-
Universitätsklinikum Halle: Zwillinge mit zwei verschiedenen Geburtstagen
-
Caritas kritisiert Bundesregierung wegen Kürzungen bei humanitärer Hilfe
-
Deutsche-Welle-Journalist Uludag erneut in der Türkei festgenommen
-
Einnahmen aus Tabaksteuer im ersten Halbjahr 2026 zurückgegangen
-
Abgesetzter türkischer Oppositionsführer Özel kündigt Gründung einer neuen Partei an
-
Durchsuchungen bei ehemaliger Regierungspartei Fidesz in Ungarn
-
Eltern lassen Baby verhungern: Lebenslange Haft wegen Mordes in Schleswig-Holstein
-
Merz: Deutschland will mehr Gas aus Aserbaidschan beziehen
Bundestag debattiert über Anti-Israel-Proteste und Antisemitismus
Parteiübergreifend haben Vertreter der Fraktionen in einer Bundestagsdebatte am Mittwoch israelfeindliche Proteste und Antisemitismus in Deutschland nach der Eskalation des Nahost-Konflikts verurteilt. Gestritten wurde aber über die Ursachen und Folgen. Nach einem Medienbericht erhöhte der Haushaltsausschuss unterdessen Mittel für den Kampf gegen Antisemitismus und die Förderung jüdischen Lebens in Deutschland.
Nach den jüngsten Unterstützungskundgebungen für die radikalislamische Hamas und der Gewalt gegen jüdische und israelische Einrichtungen in Deutschland hatten die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP gemeinsam mit der Union die aktuelle Stunde beantragt. Sie trug den Titel "Verherrlichung von Terror unterbinden - Antisemitismus bekämpfen".
Es sei "purer Antisemitismus", wenn die menschenverachtenden Taten der Hamas in Deutschland auf der Straße bejubelt würden, sagte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), zum Auftakt der Debatte. Die Bundesregierung werde hart dagegen vorgehen und auch alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen, Hamas-Unterstützer auszuweisen.
Der Unionsabgeordnete Alexander Hoffmann (CSU) forderte eine härtere Bestrafung von Antisemitismus und seine Einstufung als besonders schweren Fall von Volksverhetzung. Hoffmann kritisierte Antisemitismus, "der über Migration in unserem Land gelangt" sei. "Wer das Existenzrecht Israels nicht anerkennt, wer Juden hasst, der darf in diesem Land kein Asylrecht und keinen anderen Schutzstatus bekommen", forderte er. Und wer die doppelte Staatsbürgerschaft habe und durch antisemitische Handlungen auffalle, dem müsse der deutsche Pass entzogen werden.
"Was wir jetzt erleben seit den letzten Tagen, das sprengt jede Dimension von Antisemitismus in Deutschland", sagte der FDP-Vertreter Benjamin Strasser, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjustizministerium. "Es reicht." Er forderte einen "360-Grad-Blick" in alle Gesellschaftsgruppen und verwies auf "verfestigten Antisemitismus in muslimischen Communities in Deutschland".
Die Grünen-Abgeordnete Lamya Kaddor warnte davor, die Frage auf Migranten zu verengen. "Wir verkürzen und relativieren die Herausforderungen durch den Antisemitismus, wenn wir ihn auf einen importierten Antisemitismus reduzieren", sagte sie. "Wir haben reichlich hausgemachten Antisemitismus."
"Ich bin für einen 360-Grad-Blick in allen gesellschaftlichen Bereichen", sagte auch die Linken-Abgeordnete Petra Pau. Ihr sei es "egal, ob Antisemiten sich islamistisch, völkisch-rechtsextremistisch oder wie auch immer motiviert fühlen." Antisemitismus sei immer zu verurteilen. Und es müsse "jetzt unmissverständlich klar sein, wenn Terroristen morden, dann ist es Zeit für Haltung".
Der AfD-Abgeordnete Martin Hess verurteilte "Antisemitismus in jeglicher Form". Auch die Union habe sich aber in den vergangenen Jahren "ausschließlich auf rechtsextremen Antisemitismus konzentriert und den durch ihre verheerende Migrationspolitik erst verursachten importierten islamistischen Antisemitismus einfach ausgeblendet."
In den vergangenen Tagen waren angesichts der jüngsten Ereignisse Pläne der Bundesregierung kritisiert worden, auch Mittel für politische Bildung zu kürzen. Wie der "Spiegel" am Mittwoch berichtete, erhöhte der Haushaltsausschuss nun in zwei Bereichen die Mittel.
Demnach bekommt Rias, der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus, im nächsten Jahr 390.000 Euro mehr. Außerdem erhalte Makkabi Deutschland, der jüdische Sport- und Turnverein, im kommenden Jahr eine zusätzliche Förderung von 400.000 Euro für seine pädagogische Präventionsarbeit.
Ch.P.Lewis--AT