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Staatsverschuldung steigt 2022 pro Kopf auf Höchststand von 28.164 Euro
Die Staatsverschuldung pro Kopf in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf einen Höchststand von 28.164 Euro gestiegen. Mit Stand Ende 2022 waren dies 244 Euro je Einwohner mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Grund für den Anstieg waren höhere Schulden beim Bund und bei den Gemeinden. Bei den Ländern sank der Schuldenstand pro Einwohner hingegen um 463 Euro auf 7218 Euro.
Ende 2022 waren die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden, Gemeindeverbänden und Sozialversicherung inklusive aller Extrahaushalte mit 2,368 Billionen Euro verschuldet. Binnen eines Jahres stieg die Verschuldung damit um 2,0 Prozent oder 47,1 Milliarden Euro auf den höchsten am Jahresende in der Statistik gemessenen Schuldenstand.
Die Verschuldung wurde von den Statistikern dabei gegenüber dem nicht-öffentlichen Bereich angegeben. Dazu gehören Kreditinstitute sowie der sonstige inländische und ausländische Bereich, zum Beispiel private Unternehmen im In- und Ausland.
Trotz Rückgängen waren bei den Ländern die Schulden pro Kopf in den Stadtstaaten weiterhin am höchsten. Sie lagen in Bremen bei 33.264 Euro, in Hamburg bei 17.731 Euro und in Berlin bei 16.564 Euro. Das Saarland hatte bei den Flächenländern mit 13.651 Euro erneut die meisten Schulden pro Einwohner. Am niedrigsten war der Wert in Sachsen mit 1352 Euro, gefolgt von Bayern mit 1425 Euro.
Jeder Einwohner ist zudem mit 1809 Euro über die Kommunen verschuldet. Spitzenreiter sind die Kommunen in Rheinland-Pfalz mit 3016 Euro. Am wenigsten Schulden pro Kopf haben die Kommunen in Brandenburg mit 578 Euro. Bei den Sozialversicherungen hatte jeder Einwohner Ende des vergangenen Jahres 0,26 Euro Schulden.
Beim Bund wuchsen die Gesamtschulden den Angaben zufolge um 4,6 Prozent auf 1,62 Billionen Euro an. Bei den Ländern sank der Stand hingegen um fünf Prozent auf 606,9 Milliarden Euro. Die Schulden der Kommunen stiegen um 5,1 Prozent auf 140,8 Milliarden Euro. Dem gegenüber sanken die Schulden der Sozialversicherung um 51,7 Prozent auf 22 Millionen Euro.
T.Perez--AT