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Nigers Generalstabschef schließt sich Putschisten gegen Präsident Bazoum an
Der Generalstab der nigrischen Armee will nach eigenen Angaben "die Erklärung" der Putschisten "unterschreiben" und damit "das Regime" von Präsident Mohamed Bazoum "beenden". Die Armeeführung habe "beschlossen, sich der Erklärung der (...) Sicherheitskräfte anzuschließen, um "eine tödliche Konfrontation zwischen verschiedenen Kräften zu vermeiden", hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung von Generalstabschef Abdou Sidikou Issa.
Der Präsident hatte zuvor einen Putschversuch zurückgewiesen und seinen Landsleuten das Festhalten an "Demokratie und Freiheit" zugesagt. "Alle hart erkämpften Errungenschaften werden gewahrt", schrieb er im Online-Netzwerk Twitter, das in "X" umbenannt wurde. Auch der bisherige nigrische Außenminister Hassoumi Massoudou rief dazu auf, den "versuchten Staatsstreich" nicht zu unterstützen.
Angehörige des Militärs hatten in der Nacht geputscht und den seit 2021 regierenden, demokratisch gewählten Präsidenten festgesetzt. Nach Mali und Burkina Faso ist Niger der dritte Staat, der seit 2020 einen Putschversuch erlebt.
Niger galt zuletzt als wichtigster Verbündeter der westlichen Staaten im Kampf gegen den Dschidahismus, seitdem die Militärjunta in Mali den Abzug der internationalen Soldaten gefordert hatte. Im Niger sind derzeit etwa gut 100 Bundeswehrsoldaten stationiert.
H.Thompson--AT