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Russlands Verteidigungsminister Schoigu reist nach Nordkorea
Neben einer hochrangigen chinesischen Delegation will auch Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu in dieser Woche zu den großen Feierlichkeiten in Nordkorea anlässlich des Jahrestages des Endes des Koreakriegs reisen. Eine Militärdelegation der Russischen Föderation unter der Leitung von Verteidigungsminister Sergej Schoigu werde Nordkorea einen "Gratulationsbesuch" abstatten, meldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag. Russland ist eines der wenigen Länder, das freundschaftliche Beziehungen zu Pjöngjang hat.
Der Besuch werde "zur Stärkung der militärischen Beziehungen zwischen Russland und Nordkorea beitragen und ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern sein", erklärte seinerseits russische Verteidigungsministerium.
Erst am Montag hatte Nordkorea erklärt, dass auch eine chinesische Delegation unter der Leitung des Politbüro-Mitglieds Li Hongzhong an der Veranstaltung am Donnerstag teilnehmen werde. Peking, Pjöngjangs wichtigster Verbündeter, bestätigte dies.
Der Schritt ist ein Zeichen dafür, dass Nordkorea seine Grenzen nach einer langen Schließung wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 wieder für hochrangige ausländische Besucher öffnen könnte.
Staatlichen nordkoreanischen Medien zufolge wird Pjöngjang den 70. Jahrestag der Unterzeichnung des Waffenstillstands auf eine Weise feiern, die "in die Geschichte eingehen wird". Der Tag ist in Nordkorea als Tag des Siegs bekannt.
Es wird erwartet, dass eine groß angelegte Militärparade und andere Veranstaltungen anlässlich des Jahrestages abgehalten werden. Die in Seoul ansässige und auf Nordkorea spezialisierten Nachrichtenseite NK News berichtete, auf Satellitenbildern sei zu sehen, dass Soldaten und Zivilisten seit Monaten für die Parade üben.
Der 1950 begonnene Koreakrieg endete am 27. Juli 1953 mit einem Waffenstillstand, nicht aber mit einem Friedensvertrag. Die beiden koreanischen Staaten befinden sich technisch gesehen weiterhin im Kriegszustand.
H.Romero--AT