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UN-Kommando nimmt Gespräche mit Nordkorea auf nach Grenzübertritt von US-Soldat
Nach dem Grenzübertritt eines US-Soldaten von Süd- nach Nordkorea hat das UN-Kommando in dem Gebiet Gespräche mit Pjöngjang aufgenommen. Unterredungen mit der Koreanischen Volksarmee hätten im Rahmen des Waffenstillstandsabkommens begonnen, sagte General Andrew Harrison am Montag. Das Hauptanliegen sei das Wohlergehen des Soldaten Travis King. Dieser hatte Anfang vergangener Woche die stark gesicherte Grenze von Süd- nach Nordkorea übertreten. Harrison zufolge ist der Vorfall weiterhin Gegenstand von Ermittlungen.
Das UN-Kommando ist eine von den USA geführte multinationale Truppe, die den Waffenstillstand im Koreakrieg überwacht. Harrison sagte, ein Mechanismus im Rahmen des Waffenstillstandsabkommens erlaube es dem UN-Kommando, mit Nordkoreas Militär in der Gemeinsamen Sicherheitszone zu kommunizieren. Dieser Prozess habe nun begonnen. Angesichts der "sehr heiklen Natur dieser Verhandlungen" wolle er keine näheren Angaben machen.
King sollte in der vergangenen Woche nach einer Schlägerei, einer Auseinandersetzung mit der Polizei und einem Gefängnisaufenthalt in Südkorea in die USA geflogen werden. Er konnte jedoch entwischen und sich einer Besichtigungstour an der Demilitarisierten Zone anschließen. Dort übertrat er die Grenze von Süd- nach Nordkorea. Es wird vermutet, dass sich King nun in Gewahrsam in Nordkorea befindet. Aus Pjöngjang gab es bislang keine öffentliche Äußerung zu dem Fall.
Die beiden koreanischen Staaten befinden sich technisch gesehen weiterhin im Kriegszustand. Der Konflikt zwischen 1950 und 1953 endete mit einem Waffenstillstand und nicht mit einem Friedensvertrag.
M.King--AT