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Scharfe Sicherheitsvorkehrungen zum französischen Nationalfeiertag
Der französische Nationalfeiertag am Freitag steht in diesem Jahr im Schatten der jüngsten Unruhen. "Wir befürchten gar nichts, wir sind bloß vorsichtig", sagte der Pariser Polizeipräfekt Laurent Nuñez am Donnerstag dem Sender BFM. Am Vorabend des Nationalfeiertages sowie am 14. Juli sollten laut Innenminister Gérald Darmanin jeweils 45.000 Polizisten und Gendarme im Einsatz sein.
Erstmals sollen am Nationalfeiertag auch Spezialkräfte, Hubschrauber und gepanzerte Fahrzeuge der Gendarmerie in Orten eingesetzt werden, in denen es seit Ende Juni zu Ausschreitungen gekommen war. Im Großraum Paris sind etwa 10.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Vor dem Hintergrund der jüngsten Unruhen nach dem tödlichen Schuss eines Polizisten auf einen 17-Jährigen will die Regierung ein erneutes Aufflammen der Gewalt unbedingt vermeiden.
Präsident Emmanuel Macron hatte betont, dass die Einsatzkräfte "mit größter Entschlossenheit" vorgehen sollten, falls es erneut zu Ausschreitungen kommen sollte. Landesweit sollen Busse und Straßenbahnen am Abend den Betrieb einstellen.
Einige Vororte von Paris haben die Feste aus Angst vor neuen Unruhen abgesagt. Der Verkauf bestimmter Feuerwerkskörper ist verboten, weil diese von Protestierenden als "Waffe" eingesetzt werden könnten. Mehrere Städte, darunter Straßburg, sagten ihr Feuerwerk allerdings auch aus Angst vor Waldbränden ab. Mancherorts werden stattdessen LED-Drohnen eingesetzt.
Bei der Militärparade am Freitag ist der indische Premierminister Narendra Modi Ehrengast. Etwa 240 indische Soldaten nehmen an der Parade teil. Indien zählt zu den größten Kunden der französischen Rüstungsindustrie.
Das Land will demnächst weitere 26 Kampfjets vom Typ Rafale für seine Marine kaufen. Die zuständige Behörde habe grundsätzlich grünes Licht gegeben, teilte das indische Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. Details müssten noch ausgehandelt werden.
M.O.Allen--AT