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Deutschland liefert Ukraine weitere Panzer und Luftabwehr
Weitere Kampf- und Schützenpanzer, Luftabwehr und Artilleriemunition: Zum Nato-Gipfel hat die Bundesregierung am Dienstag ein neues Rüstungspaket zur militärischen Unterstützung der Ukraine angekündigt. Es hat laut Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) einen Wert von "knapp 700 Millionen Euro".
Deutschland wird nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums der Ukraine weitere 40 Schützenpanzer vom Typ Marder, 25 zusätzliche Leopard-1-Kampfpanzer sowie fünf Bergepanzer 2 aus Industriebeständen liefern. Bei der Luftabwehr gibt die Bundeswehr zwei zusätzliche Startgeräte für das Patriot-Verteidigungssystem ab. Hinzu kommen 20.000 Artilleriegeschosse und 5000 Geschosse Nebelmunition.
Darüber hinaus werde Deutschland "ein umfangreiches Paket an Aufklärungs- und Drohnenabwehr-Mitteln" sowie ein Luna-Drohnensystem bereitstellen, hieß es weiter. Hinzu kommen demnach noch ein "Pionierpaket" gegen Minen, außerdem Sanitätsausrüstung sowie Teile eines Feldlazaretts. Insgesamt gehe es bei dem "Vilnius-Paket" um 31 verschiedene Einzelposten, erklärte das Ministerium.
Deutschland leiste damit "einen wichtigen Beitrag zur ukrainischen Durchhaltefähigkeit", erklärte Pistorius. Mit Zusagen bei Luftverteidigung, Panzern und Artillerie bediene das Paket die Prioritäten der Ukraine im Verteidigungskampf gegen den russischen Angriff. Dem Ministerium zufolge bietet die Bundeswehr "angesichts des steten Bedarfs" den Nato-Verbündeten nun auch wöchentlich bis zu zwei Transportflüge an.
Frankreich sagte der Ukraine unterdessen Raketen längerer Reichweite zu. Präsident Emmanuel Macron kündigte in Vilnius an, sein Land werde Kiew Marschflugkörper vom Typ Scalp zur Verfügung stellen. Diese würden der Ukraine gezielte Militärschläge ermöglichen, betonte Macron.
Die Raketen - ein britisch-französisches Gemeinschaftsprojekt - sind auch unter dem Namen Storm Shadow bekannt und haben eine Reichweite von über 250 Kilometern. Großbritannien hatte bereits im Mai die Lieferung solcher Raketen an die Ukraine angekündigt. Russland hatte dies damals als einen "extrem feindlichen" Akt verurteilt.
M.Robinson--AT