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Frankreich holt zehn Frauen und 25 Kinder aus Gefangenenlagern in Syrien zurück
Frankreich hat zum vierten Mal innerhalb eines Jahres eine Gruppe von Französinnen mit ihren Kindern aus Gefangenenlagern für mutmaßliche Dschihadisten im Nordosten Syriens zurückgeholt. Die zehn Frauen im Alter zwischen 23 und 40 Jahren seien entweder direkt in Untersuchungshaft gekommen oder sollten im Laufe des Tages einem Untersuchungsrichter vorgeführt werden, teilte das französische Außenministerium am Dienstag in Paris mit.
Auch eine 17-Jährige kam demnach in Untersuchungshaft. Die Kinder seien in der Obhut der zuständigen Jugendämter. Die Frauen gehören zu den Französinnen, die sich freiwillig der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen hatten. Sie wurden bei der Zerschlagung des so genannten IS-"Kalifats" 2019 gefangen genommen und hielten sich seitdem in den von Kurden kontrollierten Lagern im Nordosten Syriens auf.
Die französische Regierung hatte sich lange geweigert, Hunderte von französischen Kindern zurückzuholen, die in den Lagern festgehalten wurden, und war dafür international kritisiert wurden. Seit einem Jahr organisierten die Behörden vier Rückholflüge, bei den jeweils zwischen zehn und 16 Frauen und deren Kinder nach Frankreich gebracht wurden.
Das Kinderhilfswerk Unicef begrüßte die jüngste Rückholaktion, betonte aber, dass sich weiterhin Dutzende Kinder französischer Mütter unter unwürdigen Bedingungen in den Lagern aufhielten. "Diese Kinder sind Opfer des Konflikts, ihre Rechte müssen respektiert werden, unabhängig von ihrer Familiengeschichte", betonte Adeline Hazan von Unicef Frankreich.
"Es gibt noch etwa hundert Kinder dort, die nichts als Schlamm, Stacheldraht und Gewalt kennen", sagte Marie Dosé, eine Anwältin, die die Angehörigen der Frauen und Kinder vertritt.
H.Thompson--AT