-
NFL: Mahomes und Chiefs verspielen Führung kurz vor Schluss
-
Trump zeigt sich von Sieg seiner Republikaner bei US-Kongresswahlen überzeugt
-
Messi schießt Miami zum Sieg
-
NHL: Draisaitl eilt mit den Oilers von Sieg zu Sieg
-
KI als Ratgeber: Verbraucherschützer fordern verbindliche Vorgaben
-
NBA: Erster Saisonsieg für Wagners Nets
-
Das Formel-1-Reife(n)zeugnis: Mexiko
-
"Phänomenal": Verstappen und Hamilton schultern Antonelli
-
"Hochgearbeitet": Boll würdigt Zverevs "Aufopferung"
-
"Getreten und getreten": Matthäus warnt vor Simeones Atlético
-
Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran
-
Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten
-
Sexueller Missbrauch von über 70 Kindern: Prozess gegen Brandenburger Arzt beginnt
-
Sicherheit von KI im Mittelpunkt des diesjährigen Digitalgipfels
-
Russlandfreundliche Amtsinhaberin Jotowa klare Siegerin bei Präsidentenwahl in Bulgarien
-
Vettel gratuliert Nachfolger Antonelli: "Genieß es"
-
Wunderkind am Ziel: Antonelli jüngster Formel-1-Weltmeister
-
"Heat"-Regisseur Michael Mann verletzt sich versehentlich mit Schusswaffe
-
Ukraine-Krieg: Feuerpause in Stadt Oleschky zu Ende gegangen
-
Offener Streit bei US-Demokraten in Michigan vor Kongresswahl
-
Kongresswahl: Trump scheitert mit Präventiv-Klage zu Namensvettern in Alaska
-
Digitalminister Wildberger bestätigt Hackerangriff auf Abgeordnete und Regierungsmitglieder
-
Russlandfreundliche Amtsinhaberin Jotowa siegt bei Präsidentenwahl in Bulgarien
-
DFB-Pokal: Bayern empfängt Hertha, BVB in Frankfurt
-
Russlandfreundliche Amtsinhaberin Jotowa gewinnt Präsidentschaftswahl in Bulgarien
-
Nach Pokalerfolg: Eintracht besiegt HSV erneut
-
Matchwinner Havertz: Arsenal gewinnt in Liverpool
-
Hunderte Schrauben und Nägel auf Autobahn: Reifenschäden an Fahrzeugen in Bayern
-
Traumhaftes Profidebüt: Malek El Mala rettet Köln einen Punkt
-
Mehrere Zwischenfälle mit Brandsätzen: Viel Arbeit für Polizei an Halloween
-
Eltern und Kinder entdecken in mehreren Orten Nadeln in Halloween-Süßigkeiten
-
DEL: Mannheim gewinnt Spitzenspiel in Berlin
-
Vermögen und Onlineaktivitäten: China verstärkt Kontrolle von Partei-Funktionären
-
Dramatische Eskalation im Streit um Verfassungsgericht in Polen
-
Massive Gewalt nach "GenZ-Protesten" - Plünderungen in Frankfurt am Main
-
Hamas-Behörden melden acht Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen
-
Überschattet von Spannungen im Schwarzen Meer: Präsidenten-Stichwahl in Bulgarien
-
St. Pauli hilft mit: Club siegt am Millerntor
-
Wagner feiert Premierensieg mit Querelenklub Hannover
-
Erneut Ausschreitungen bei Protesten in Frankreich - Deutlich weniger Schäden
-
Hunderte Festnahmen bei Protest gegen Verbot von propalästinensischer Gruppe in London
-
Ausschreitungen nach "GenZ"-Protest in Köln: Mehr als 20 Polizisten verletzt
-
Unglück löste riesige Protestbewegung aus: Serbien gedenkt Unglücks von Novi Sad
-
Hessens Innenminister: Bis zu 1500 gewaltbereite Störer bei Krawallen in Frankfurt
-
Spannung steigt vor US-Kongresswahlen - Richterin weist Weißes Haus in die Schranken
-
Atomanlage "Pickaxe Mountain": Trump bringt neue Angriffsziele im Iran ins Spiel
-
Nach Ende der Friedenspflicht: IG Metall beginnt mit Warnstreiks
-
FC Bayern: Saibari und Gnabry fallen "vorerst" aus
-
Heftige Zusammenstöße bei Räumung von Protestcamps in Portugal
-
Indien: Tausende demonstrieren in Neu Delhi gegen Chef der Wahlkommission
Deutscher Dschihadist in Paris wegen Angriffs auf Gefängniswärter verurteilt
Der in Frankreich inhaftierte deutsche Dschihadist Christian Ganczarski ist wegen eines Angriffs auf Gefängniswärter zu einer weiteren langen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in Paris verhängte am Freitag gegen den 56-Jährigen eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren und ging damit über das von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafmaß deutlich hinaus. Ganczarski, dessen Auslieferung die US-Justiz wegen seiner Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida fordert, nahm das Urteil regungslos zur Kenntnis.
Der deutsche Dschihadist verbüßt in Frankreich eine Haftstrafe wegen seiner Komplizenschaft beim Anschlag auf der tunesischen Insel Djerba im April 2002, bei dem 21 Menschen getötet worden waren, unter ihnen 14 Deutsche und zwei Franzosen. Im Gefängnis im nordfranzösischen Vendin-le-Vieil hatte er am 11. Januar 2018 mit einem Buttermesser und einer Schere vier Wärter angegriffen und verletzt.
Das Gericht in Paris erklärte zur Urteilsbegründung am Freitag, Ganczarski habe zwar immer vorgegeben, bei seiner Tat die Kontrolle verloren zu haben. Dennoch spreche alles dafür, dass er bei seinem Angriff auf die Wärter vorsätzlich und mit Entschlossenheit gehandelt habe.
Sechs Tage vor dem Angriff hatte Ganczarski erfahren, dass die US-Justiz im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 seine Auslieferung verlangt hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sich bereits darauf eingestellt, das Gefängnis bald verlassen zu können. Das Gericht in Paris schloss als Motiv für den Angriff nicht aus, dass Ganczarski damit einer Auslieferung in die USA entgehen wollte.
Der deutsche Dschihadist war 2003 bei einem Zwischenstopp in Paris festgenommen und sechs Jahre später wegen Komplizenschaft beim Al-Kaida-Anschlag von Djerba zu 18 Jahren Haft verurteilt worden.
Die französische Staatsanwaltschaft wirft Ganczarski vor, Al-Kaida mit Computern versorgt und persönlichen Kontakt zu dessen früherem Anführer Osama bin Laden gehabt zu haben. Zwischen 1999 und 2001 soll er sich mehrfach in Afghanistan aufgehalten haben.
Ganczarski bestritt in seinem neuen Verfahren vor Gericht immer wieder, ein Terrorist zu sein. "Ich bin ein Mensch, der seine Religion liebt", sagte er. "Ich habe niemals eine Gruppe unterstützt, sondern Muslime."
Mit leichtem oberschlesischen Akzent schilderte er seinen Werdegang als polnischer Spätaussiedler aus einer sehr katholischen Familie, der im Alter von neun Jahren nach Mülheim an der Ruhr kam. Mit 19 Jahren ließ er sich von einem Arbeitskollegen für den Islam begeistern. "Innerhalb von einer Schicht bin ich Muslim geworden", sagte er. "Ich habe auf Deutsch übersetzte Verse aus dem Koran gelesen und wusste, ich bin Muslim", fügte er hinzu.
Er heiratete eine ebenfalls zum Islam konvertierte Deutsche und ging nach Afghanistan. Auf Videos war er zu sehen, wie er an einem Treffen mit Osama bin Laden teilnahm. Unter den Teilnehmern des Treffens war auch der spätere Todespilot von 9/11, Mohammed Atta.
Zum Anschlag auf Djerba erklärte Ganczarski erneut, nichts damit zu tun zu haben. Die französischen Richter hatten ihn 2009 auf Grundlage eines in Deutschland abgehörten Telefonats mit dem Attentäter verurteilt.
Der Täter hatte ihn wenige Stunden vor der Tat angerufen. "Ich habe gefragt: Brauchst du was? Und er hat nur gesagt, eine Dawaa, ein Gebet", sagte Ganczarski vor Gericht. "Dann war das Telefonat zuende, und dafür bin ich zu 18 Jahren Haft verurteilt worden", sagte er.
Das Gericht in Frankreich sah es hingegen als erwiesen an, dass Ganczarski mit dem Telefonat damals den Einsatzbefehl für den Anschlag auf Djerba gegeben hatte.
M.King--AT