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Landsberg dringt auf Unterstützung der Kommunen bei geplantem Fernwärmeausbau
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat beim geplanten Ausbau des Fernwärmenetzes eine Unterstützung der Kommunen durch den Bund gefordert. Nötig sei eine "dauerhafte nachhaltige Förderung", denn es gehe um Milliardenbeträge, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Man müsse in jede Straße rein, jedes Haus anschließen. Daher müsse geklärt werden, wie die Bundesregierung die Kommunen unterstützen wird, um dieses Projekt voranzutreiben.
Zur Beschleunigung des Ausbaus von Fernwärmenetzen hatte sich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Montag mit Wirtschaftsverbänden, Gemeindevertretern sowie Umwelt- und Verbraucherschützern auf lockerere Klimaschutzvorgaben für die entsprechenden Systeme verständigt. Die Zielvorgabe, dass ab 2030 mindestens die Hälfte der Fernwärme jedes einzelnen Netzes mit erneuerbaren Energien oder durch Abwärme produziert wird, soll nun insgesamt für alle Netze gelten.
Im Einzelfall soll dadurch eine "flexible Umsetzung in Abhängigkeit von der lokalen Situation" möglich sein. Vereinbart wurde auch das Ziel, künftig jedes Jahr 100.000 Wohnungen in Deutschland neu an das Fernwärmenetz anzuschließen und damit zentral beheizen zu lassen.
"Das Ziel 100.000 ist schon sportlich", sagte Landsberg mit Blick auch auf die Verfügbarkeit von Handwerkern und den technischen Aufwand. Ob das machbar sei, sei noch fraglich.
Zudem pocht Landsberg auf einen Anschluss- und Nutzungszwang für Fernwärme. "Davon hängt die Wirtschaftlichkeit ab", mahnte er. Menschen, die sich in der Zwischenzeit beispielsweise eine Wärmepumpe einbauten, "haben kein Interesse mehr an Fernwärme".
Nötig sei auch "mehr Flexibilität". "Niemand weiß, wie sich die Technik entwickelt", sagte der Verbandsgeschäftsführer. So sei noch unklar, ob es demnächst grünen Wasserstoff gebe, ob dieser bezahlbar sei und auch für das Wärmesystem und nicht nur für die Industrie eine Option darstelle. Nicht zuletzt komme eine Fernwärmeversorgung für viele Kommunen nicht in Frage, etwa weil das Netz zu groß oder zu klein sei.
F.Ramirez--AT