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Assad wünscht sich bei Rückkehr in Arabische Liga Neustart der Beziehungen
Der syrische Machthaber Baschar al-Assad hat bei seiner ersten Teilnahme an einem Gipfel der Arabischen Liga seit einem Jahrzehnt seine Hoffnung auf einen Neustart der Beziehungen zwischen den arabischen Staaten geäußert. Bei einer Rede vor den Gipfel-Teilnehmern im saudi-arabischen Dschiddah sagte Assad am Freitag, er hoffe, dass diese Zusammenkunft "den Beginn einer neuen Phase im gemeinsamen arabischen Handeln für Solidarität, Frieden in der Region, Entwicklung und Wohlstand anstelle von Krieg und Zerstörung" markiere.
Assad nahm zum ersten Mal seit 2011 an einem Gipfel der Organisation mit 20 Mitgliedern teil, aus der er damals aufgrund des brutalen Vorgehens seiner Regierung im Bürgerkrieg in seinem Land ausgeschlossen worden war.
Begünstigt wurde seine Wiederaufnahme unter anderem vom verheerenden Erdbeben im syrisch-türkischen Grenzgebiet - und von der Entspannung der Beziehungen zwischen mehreren regionalen Akteuren: In den vergangenen Wochen hatten Saudi-Arabien und Syrien nach einem Jahrzehnt die Wiedereröffnung ihrer Botschaften im jeweils anderen Land angekündigt. Im März hatten zudem Riad und der mit Syrien verbündete Iran ihre diplomatische Eiszeit beendet.
Assad sagte dazu, der Gipfel in Dschiddah finde zwar in einer "instabilen Welt" statt, die "arabisch-arabischen und arabisch-regionalen Wiederannäherungen" seien aber Grund für Hoffnung.
Assad bekannte sich zu seiner "arabischen Zugehörigkeit" und forderte zudem, "ausländische Einmischungen" in die Angelegenheiten arabischer Staaten zu unterbinden. In den syrischen Bürgerkrieg sind mehrere ausländische Mächte verwickelt: Iran und Russland auf der Seite Assads, während die Türkei und die USA mit Soldaten in Rebellengebieten vertreten sind.
Im Norden Syriens gingen am Freitag nach Beobachtung eines AFP-Journalisten mehrere hundert Menschen gegen die Wiederaufnahme Assads in den Kreis der Arabischen Liga auf die Straße. In der Stadt Asas, die von mit der Türkei verbündeten syrischen Rebellen kontrolliert wird, skandierten Demonstranten "Das Volk will den Sturz des Regimes" - die am weitesten verbreitete Parole während des friedlichen Aufstands gegen Assad im Jahr 2011.
Auf Transparenten waren Aussagen in Richtung der arabischen Staaten zu lesen wie "Syrien darf nicht von Verbrecher Assad vertreten werden" oder "Wenn ihr den Aufstand für beendet haltet, täuscht ihr euch".
W.Nelson--AT