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Selenskyj: Einige arabische Länder verschließen die Augen vor russischer Invasion
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mehreren arabischen Ländern vorgeworfen, die russische Invasion in seinem Land zu ignorieren. "Leider gibt es auf der Welt und hier unter Ihnen einige, die die Augen vor Gefängnissen und illegalen Annexionen verschließen", sagte Selenskyj am Freitag in einer Rede auf einem Gipfeltreffen der Arabischen Liga in Saudi-Arabien. Er forderte die Staats- und Regierungschefs in der Region auf, den Krieg "ehrlich zu betrachten".
Selenskyj hob hervor, wie sich der Krieg in der Ukraine auf Muslime auf der Halbinsel Krim ausgewirkt habe, die Russland 2014 annektiert hat. Die Krim habe als erstes "unter der russischen Besatzung zu leiden" gehabt, sagte er. Bis heute seien "die meisten derjenigen, die auf der besetzten Krim Repressionen ausgesetzt sind, Muslime".
Bereits bei seiner überraschenden Ankunft in Dschidda hatte Selenskyj im Online-Dienst Telegram mit Blick auf die Krimtataren geschrieben, er wolle auf den nötigen "Schutz der muslimischen ukrainischen Gemeinschaft" auf der Krim hinweisen.
Der ukrainische Präsident dankte zudem dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman für die Unterstützung der "territorialen Integrität" der Ukraine.
Der Besuch Selenskyjs bei dem Gipfel der Arabischen Liga ist der erste in der Golfregion seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen sein Land im Februar 2022. Ein Vertreter der Arabischen Liga sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Einladung sei von Saudi-Arabien ausgesprochen worden, nicht von der Arabischen Liga selbst. Saudi-Arabien reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage nach einem Kommentar.
Der ukrainische Präsident wird auch bei dem bis Sonntag angesetzten G7-Treffen in Japan erwartet, wie es aus diplomatischen Kreisen am Freitag in Hiroshima hieß. Das offizielle G7-Programm hatte ursprünglich vorgesehen, dass Selenskyj am Sonntag per Video-Schalte zu den Gipfelteilnehmern spricht.
Ch.Campbell--AT