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Lehrerverband befürchtet Vernachlässigung der Bildung bei Flüchtlingsgipfel
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands befürchtet, dass der Flüchtlingsgipfel von Bund und Ländern auf die akuten Integrationsprobleme an den Schulen keine befriedigenden Antworten geben wird. Er sehe die Gefahr, "dass das Thema Schule im Hickhack um Kostenanteile von Bund und Ländern komplett untergeht", sagte Heinz-Peter Meidinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwochsausgaben). Es brauche einen umfassenden und langfristigen konzertierten Aktionsplan statt Streitigkeiten auf dem Rücken der Betroffenen.
Die Rückmeldungen aus Schulen zeigten, dass bescheidene Integrationserfolge der vergangenen Jahrzehnte bei Kindern mit Migrationsgeschichte derzeit gerade wieder verspielt würden. Wenn laut der aktuellen Grundschulstudie Flüchtlingskinder in der vierten Klasse bis zu zwei Lernjahre gegenüber dem Durchschnitt im Rückstand seien, dann sei dies "ein ganz böses Omen für deren künftige Bildungs-, Lebens- und Teilhabe-Chancen", warnte Meidinger.
Auch der wachsende Anteil von Jugendlichen aus Zuwanderungsfamilien bei Schulabbrecherquoten sei kein gutes Zeichen. "Nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbands wäre eine große gemeinsame Kraftanstrengung notwendig, um den Schulen die finanziellen und personellen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die erfolgreiche Integration braucht", sagte Meidinger.
T.Sanchez--AT