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Vorzeitige Stimmabgabe für Parlamentswahl in Thailand beginnt
Eine Woche vor der mit Spannung erwarteten Parlamentswahl in Thailand haben zahlreiche Wähler am Sonntag die Gelegenheit zur vorzeitigen Stimmabgabe genutzt. In der glühenden Sonne standen Menschen vor Tempeln, Einkaufszentren und Schulen an, um ihre Stimme abzugeben. Mehr als zwei Millionen Thailänderinnen und Thailänder haben sich landesweit für eine vorzeitige Stimmabgabe registriert.
Bei der Wahl zeichnet sich ein Kampf zwischen von der Armee unterstützten Parteien des Establishment und wiederauflebenden Oppositionsbewegungen ab.
Regierungschef Prayut Chan-O-Cha von der Vereinten Thailändischen Nationalpartei, der 2014 durch einen Putsch an die Macht kam und seinen Posten in einer umstrittenen Wahl fünf Jahre später festigte, liegt in Umfragen weit hinter den Oppositionsparteien Pheu Thai und der Fortschrittspartei.
Doch das Wahlsystem bevorzugt die von der Armee unterstützten Partien stark, sodass Herausforderer einen Erdrutschsieg brauchen, um sich Hoffnungen auf eine Regierungsbildung machen zu können.
Die 28-jährige Srisuda Wongsa-Ad sagte nach der Stimmabgabe, sie hoffe, dass "diese Wahl das Land auf gute Weise verändert".
Trotz der Hitze von bis zu 39 Grad Celsius kamen viele Menschen zu den Wahllokalen. Der 28-jährige Nantthapon Phomput sagte vor der Stimmabgabe am Tempel Wat That Thong in Bangkok, er wolle "eine neue Generation" an der Spitze des Landes sehen.
Die Wahllokale für die vorzeitige Stimmabgabe schließen um 17.00 Uhr (12.00 Uhr MESZ). Der Verkauf von Alkohol ist im ganzen Land bis 18.00 Uhr untersagt. Insgesamt sind 52 Millionen Thailänderinnen und Thailänder wahlberechtigt. Davon leben etwa 100.000 im Ausland, von denen einige bereits ihre Stimme abgegeben haben.
Ch.P.Lewis--AT