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Kandidat der konservativen Regierungspartei gewinnt Präsidentenwahl in Paraguay
Bei der Präsidentschaftswahl in Paraguay hat der Kandidat der regierenden Rechtspartei Colorado, Santiago Peña, gewonnen. Wie die Wahlbehörde am Sonntag nach Auszählung von 96 Prozent der Stimmzettel mitteilte, erhielt der 44-jährige Ökonom und ehemalige Finanzminister mehr als 42 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Efraín Alegre, der für das Mitte-Links-Bündnis Concertacion angetreten war, kam demnach auf 27,5 Prozent.
Umfragen hatten ein enges Rennen zwischen Peña und seinem Hauptrivalen Alegre vorhergesagt. Die Colorado-Partei regiert das südamerikanische Land seit sieben Jahrzehnten fast durchgängig und ist mit Korruptionsvorwürfen behaftet, was Alegre im Wahlkampf angeprangert hatte.
Peña tritt sein Amt im August an. Der seit 2018 amtierende Staatschef Mario Abdo Benítez trat nicht wieder an. Die Verfassung des 1989 zur Demokratie zurückgekehrten Landes erlaubt den Staatschefs nur eine Amtszeit.
Die rund 4,8 Millionen Wahlberechtigten waren zudem aufgerufen, über ein neues Parlament und 17 Gouverneure abzustimmen.
Paraguay wird von vielen massiven Problemen geplagt. Das zwischen Bolivien, Argentinien und Brasilien liegende Land ist ein Transitgebiet des Drogenschmuggels; Korruption und Armut grassieren.
J.Gomez--AT