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UN-Sonderbeauftragter Volker Perthes bleibt weiter im Sudan
Der UN-Sonderbeauftragte für den Sudan, Volker Perthes, wird trotz der anhaltenden Kämpfe im Land und der laufenden Evakuierung von ausländischen Staatsbürgern vorerst im Sudan bleiben. Nach Angaben der UNO vom Montag bleiben einige Mitarbeiter, unter ihnen Perthes, im Sudan, um weiterhin auf eine Lösung für den aktuellen Konflikt hinzuarbeiten. Rund 700 UN-Mitarbeiter, Entwicklungshelfer, Diplomaten und ihre Familien hätten inzwischen Port Sudan erreicht, um von dort das Land zu verlassen, hieß es in der Mitteilung der UNO weiter.
Der deutsche Politikwissenschaftler Perthes war im Januar 2021, knapp zwei Jahre nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Omar al-Baschir, zum Sonderbeauftragten für den Sudan ernannt worden. Zuvor war er unter anderem als Leiter der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) mit Sitz in Berlin tätig.
Der Sudan wird seit zehn Tagen von schweren Gefechten zwischen der Armee und der RSF-Miliz erschüttert, bei denen bereits mindestens 427 Menschen getötet wurden. In weiten Teilen des Landes herrscht Mangel an Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff, es kommt zu Ausfällen bei der Strom- und Internetversorgung. Angesichts der Kämpfe starteten zahlreiche Länder Evakuierungseinsätze, um ihre Staatsangehörigen in Sicherheit zu bringen.
H.Romero--AT