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Verteidigung beantragt für Lina E. weitgehend Freispruch
Im Prozess gegen vier mutmaßliche Linksextremisten vor dem Oberlandesgericht Sachsen hat die Verteidigung für die Hauptbeschuldigte Lina E. weitgehend Freispruch gefordert. Die 28-Jährige soll laut dem Plädoyer ihrer Anwälte auch vom Vorwurf der Bildung einer linksextremistischen kriminellen Vereinigung freigesprochen werden, sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch. Allenfalls hält die Verteidigung demnach den Vorwurf des Diebstahls für begründet. Auch wurde die Aufhebung des Haftbefehls beantragt.
Der Prozess soll am Donnerstag mit den Plädoyers der Verteidigung für die drei Mitangeklagten fortgesetzt werden. Die Bundesanwaltschaft hält es für erwiesen, dass Lina E. und die Mitangeklagten als Mitglieder einer linksextremistischen kriminellen Vereinigung zwischen 2018 und 2020 mehrere Überfälle auf Anhänger der rechten Szene oder vermeintliche Rechtsextremisten in Wurzen, Leipzig und im thüringischen Eisenach begangen haben. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt.
Die Angeklagten teilen der Bundesanwaltschaft zufolge eine "militante linksextremistische Ideologie". Lina E. soll in der in Leipzig gegründeten und überregional vernetzten Vereinigung eine herausgehobene Stellung eingenommen haben. Für die 28-jährige Studentin forderten die Ankläger acht Jahre Freiheitsstrafe. Die drei mitangeklagten Männer sollen nach dem Willen der Bundesanwaltschaft zwischen zwei Jahre und neun Monate sowie drei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Mit einem Urteil ist im Mai zu rechnen.
Lina E. sitzt seit November 2020 in Untersuchungshaft. Die drei anderen Beschuldigten sind auf freiem Fuß.
A.Moore--AT