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Strack-Zimmermann will kommendes Jahr nach Brüssel wechseln
Die FDP will eine ihrer prominentesten Bundespolitikerinnen nach Brüssel schicken. Die Wehrexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann soll Spitzenkandidatin der Partei für die Europawahl im kommenden Frühjahr werden - dies verlautete am Montag aus ihrem Umfeld gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die FDP-Landesvorsitzenden hätten sich auf die 65-Jährige als Spitzenkandidatin verständigt. Nominiert werden müsse sie von einem Bundesparteitag.
Strack-Zimmermann steht seit 2021 dem Verteidigungsausschuss des Bundestags vor. In dem Amt profilierte sie sich als Expertin für Verteidigungs- und Sicherheitspolitik - und als bisweilen scharfzüngige Kritikerin der Koalitionspartner in der Bundesregierung. Mit ihrem Drängen auf Waffenlieferungen für die Ukraine entwickelte sie sich zur koalitionsinternen Gegenspielerin von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).
Die "Rheinische Post" hatte am Montag als erstes über die Personalentscheidung berichtet. Die Liberalen im EU-Parlament müssten stärker werden, hieß es nach Informationen der Zeitung an der Spitze der FDP. Deutschland brauche eine streitbare Persönlichkeit im Europäischen Parlament, da die Kommission von Ursula von der Leyen (CDU) zu viel auf Bürokratie und zu wenig auf Marktwirtschaft setze.
Bei der letzten Europawahl 2019 war die FDP unter ihrer Spitzenkandidatin Nicola Beer auf 5,4 Prozent gekommen. Am Montag war bekannt geworden, dass Beer beim FDP-Bundesparteitag am kommenden Wochenende nicht mehr als Vize-Parteichefin kandidiert.
H.Gonzales--AT