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Pistorius: Erste Leopard-Panzer werden in etwa drei Monaten in Ukraine eintreffen
Deutschland kann der Ukraine nach Einschätzung von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in etwa drei Monaten die ersten Leopard-Kampfpanzer zur Verfügung stellen. Die Bundeswehr werde nun "sehr schnell" mit der Ausbildung ukrainischer Soldatinnen und Soldaten an dem Panzer sowie mit der Klärung der Nachschubwege beginnen, sagte Pistorius am Mittwoch nach einer Sitzung des Bundestags-Verteidigungsausschusses in Berlin.
Pistorius bezeichnete die Entscheidung zur Lieferung der Kampfpanzer als "historisch, weil sie international abgestimmt geschieht, und weil sie in einer höchst brisanten Lage in der Ukraine geschieht". Der Minister fügte hinzu: "Das ist ein wichtiger 'Gamechanger möglicherweise in diesem Krieg oder in dieser Kriegsphase."
In einem ersten Schritt werde Deutschland relativ neue Leopard-Panzer aus den Beständen der Bundeswehr zur Verfügung stellen, um damit zusammen mit Partnern ein erstes Bataillon an die Ukraine liefern zu können. In einem zweiten Schritt solle dann ein zweites Bataillon aus älteren Leopard-Panzern gebildet werden. Dies werde "etwas länger dauern", sagte Pistorius. "Ziel ist, so schnell wie möglich liefern zu können", sagte der Minister.
Pistorius kündigte weitere Gespräche mit den Partnern über die geplanten Lieferungen an. Namentlich nannte er Polen, Kanada, Spanien und Portugal. Zudem stellte er Gespräche mit der Rüstungsindustrie in Aussicht, in denen es um "schnelleren Nachschub" gehen solle. "Das wird die Herausforderung der nächsten Jahre sein", fügte er hinzu.
Der Minister stellte zugleich klar: "Kriegspartei werden wir nicht." Die Lieferung der Kampfpanzer sei "kein Grund zum Jubeln, auch wenn einige das möglicherweise tun wollen". Er fügte hinzu: "Niemals kann eine Entscheidung über solche Dinge eine hoch erfreuliche sein - sie ist eine notwendige."
M.Robinson--AT