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Öffentliche Schulden in drittem Quartal um 19 Milliarden Euro gesunken
Die Schulden im öffentlichen Gesamthaushalt in Deutschland sind im dritten Quartal 2022 um 19 Milliarden Euro gesunken. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, waren die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden, Gemeindeverbänden und Sozialversicherung inklusive aller Extrahaushalte beim nicht öffentlichen Bereich mit 2325 Milliarden Euro verschuldet.
Zum nicht öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute sowie der sonstige inländische und ausländische Bereich, zum Beispiel private Unternehmen im In- und Ausland. Im Vergleich zum Vorjahresende stieg die öffentliche Verschuldung demnach geringfügig um 0,2 Prozent oder 3,9 Milliarden Euro.
Beim Bund stiegen die Schulden des öffentlichen Gesamthaushalts zum Ende des dritten Quartals im Vergleich zum Vorjahresende um 1,3 Prozent beziehungsweise 25,8 Milliarden Euro. Auch die Länder waren Ende 2021 um 2,1 Milliarden Euro mehr verschuldet als im Vorjahr. Die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände ging dafür leicht zurück.
Die Schulden der Länder sanken laut den Wiesbadener Statistikern im Vergleich zum Jahresende 2021 um 3,9 Prozent auf 613,7 Milliarden Euro. Den stärksten Rückgang in der Verschuldung gab es demnach in Bremen mit einem Minus von 38,5 Prozent. In Sachsen sanken die Schulden zudem um 11,7 Prozent, in Hessen um 10,1 Prozent.
Die höchsten prozentualen Schuldenanstiege gegenüber dem Jahresende 2021 wiesen Berlin mit 1,7 Prozent, Sachsen-Anhalt mit 1,2 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 0,7 Prozent auf. Zurückzuführen sei der Anstieg in allen drei Ländern auf höhere Wertpapieremissionen. In Gemeinden und Gemeindeverbänden stiegen die Schulden um 2,2 Prozent auf 137 Milliarden Euro.
O.Ortiz--AT