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US-Basketballerin Griner äußert sich erstmals nach Rückkehr in USA
Die bei einem Gefangenenaustausch mit Russland freigekommene US-Basketballerin Brittney Griner hat sich nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat erstmals öffentlich zu Wort gemeldet. "Es fühlt sich so gut an, zu Hause zu sein", schrieb die 32-Jährige am Freitag auf der Online-Plattform Instagram.
"Die letzten zehn Monate waren ein ständiger Kampf. Ich habe mich sehr bemüht, nicht den Glauben zu verlieren, und es war die Liebe von so vielen von euch, dir mir geholfen hat weiterzumachen", berichtete Griner.
Sie dankte ihren Unterstützern, darunter ihrer Ehefrau Cherelle Griner, ihren Anwälten in Russland und US-Präsident Joe Biden. Auch kündigte Griner an, wieder für ihr Team Phoenix Mercury in der US-Frauenbasketballliga WNBA spielen zu wollen. Die Saison beginnt im Mai. Sie werde jetzt die Weihnachtsfeiertage mit ihrer Familie verbringen, fügte Griner hinzu.
Die zweifache Olympiasiegerin war vergangene Woche am Flughafen von Abu Dhabi gegen den zuvor aus US-Haft entlassenen berüchtigten Waffenhändler Viktor Bout ausgetauscht worden. Sie wurde dann zu einem US-Militärstützpunkt in San Antonio im Bundesstaat Texas geflogen und medizinisch untersucht. Der Nachrichtensender CNN berichtete nun unter Berufung auf Griners Agentin, die Sportlerin habe den Stützpunkt am Freitag verlassen und sei auf dem Weg in den Bundesstaat Arizona.
Die auch in Russland spielende Basketballerin war im Februar bei ihrer Ankunft an einem Moskauer Flughafen festgenommen worden. In ihrem Gepäck waren Kartuschen für E-Zigaretten mit geringen Mengen Cannabisöl gefunden worden. Im August wurde die 32-Jährige wegen Drogenschmuggels zu neun Jahren Haft verurteilt.
Sie wurde schließlich nach intensiven Verhandlungen zwischen Russland und den USA gegen Bout ausgetauscht. Ihre Freilassung sorgte bei vielen Menschen in den USA für große Erleichterung - der Gefangenenaustausch wurde zugleich aber von rechten Politikern und Medien scharf kritisiert.
Diese argumentierten, dass die USA mit der Freilassung des "Händlers des Todes" Bout einen zu hohen Preis für Griner gezahlt hätten. Kritisiert wurde zudem, dass der in Russland wegen Spionagevorwürfen inhaftierte frühere US-Soldat Paul Whelan nicht freikam. Die US-Regierung hatte vergeblich versucht, auch Whelan im Zuge des Gefangenenaustauschs freizubekommen, und setzt ihre Bemühungen für den US-Bürger fort.
Griner selbst erklärte am Freitag, sie werde alles in ihrer Macht Stehende tun, um Präsident Biden dabei zu helfen, auch Whelan zurück in die USA zu holen. "Jede Familie verdient es, vollständig zu sein", schrieb sie.
H.Romero--AT