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Rüstungskonzern Rheinmetall will neue Anlage in Deutschland bauen
Rüstungskonzern Rheinmetall will neue Anlage in Deutschland bauen / Foto: Michael MANDT - BUNDESWEHR/AFP/Archiv

Rüstungskonzern Rheinmetall will neue Anlage in Deutschland bauen

Der Rüstungshersteller Rheinmetall in Düsseldorf will eine neue Fertigungsanlage für Munition in Deutschland aufbauen, in der auch Munition für den Flugabwehrpanzer Gepard hergestellt werden soll. Die Fertigung solle im Juni 2023 aufgenommen werden, teilte Rheinmetall am Donnerstag mit. Die Entscheidung folgt auf das Nein der Schweiz zur Weitergabe von Munition für den Gepard an die Ukraine. Bern berief sich dabei Anfang November auf sein Neutralitätsgebot.

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Rheinmetall erklärte nun, der Konzern sehe sich "in der Verantwortung, die Bundesregierung nach Kräften dabei zu unterstützen, die erforderliche Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr wiederherzustellen". Insbesondere bei Munition bestehe ein erheblicher Nachholbedarf, um etwa durch die Unterstützung der Ukraine entstandene Lücken zu schließen und die Lager wieder gemäß den Vorgaben der Nato zu füllen.

Der ab Januar 2023 geplante Neuaufbau einer Fertigungslinie erfolge unabhängig von Planungen für bestehende Standorte in anderen Ländern, betonte Rheinmetall. Konkret soll dort Mittelkalibermunition für die Kaliber 20 bis 35 Millimeter produziert werden. Es bestehe auch die Möglichkeit zur Produktion von 35-Millimeter-Munition für das Flugabwehrsystem Gepard, erklärte Rheinmetall.

Der Gepard war das erste schwere Waffensystem, das Deutschland der Ukraine zugesagt hatte. Bis September wurden alle 30 versprochenen Flugabwehrpanzer an die Ukraine geliefert. Problem war jedoch von Anfang an die Munition. Zunächst standen nur rund 60.000 Schuss zur Verfügung, was wegen der hohen Feuerrate der Flugabwehrkanonen vielfach als zu wenig kritisiert wurde.

D.Lopez--AT