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Lambrecht zu Besuch in Mali eingetroffen
Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) ist zu einem Besuch in Mali eingetroffen. Sie landete in der Nacht zu Donnerstag in der Hauptstadt Bamako, wie ein Sprecher des Ministeriums in Berlin sagte. Lambrecht werde politische Gespräche in dem westafrikanischen Krisenstaat führen und die dort stationierten Bundeswehrsoldaten treffen.
Die Bundesregierung hatte vor gut drei Wochen beschlossen, nach zehn Jahren einen Schlussstrich unter den zunehmend schwierigen Bundeswehreinsatz in Mali zu ziehen. Die deutsche Beteiligung am UN-Einsatz Minusma soll bis Mai 2024 beendet werden. Eingeleitet wird der Bundeswehr-Abzug bereits im kommenden Sommer.
An der seit 2013 in Mali stationierten UN-Friedensmission Minusma ist die Bundeswehr mit mehr als tausend Soldaten beteiligt. Der UN-Einsatz gilt als der momentan gefährlichste Auslandseinsatz der Bundeswehr.
Verschiedene Staaten zogen sich bereits aus der UN-Friedensmission zurück. Frankreich hatte als einer der wichtigsten Beteiligten seinen Einsatz beendet. Dies riss eine große Lücke in die militärische Ausstattung der UN-Mission. Auch Großbritannien kündigte den Abzug seiner Minusma-Truppen an.
Der UN-Einsatz dient dem Schutz der Zivilbevölkerung in Mali. In dem westafrikanischen Land ist seit vergangenem Jahr eine Militärregierung an der Macht, die enge Beziehungen zu Russland pflegt. Rund tausend russische Söldner sollen sich in dem Land aufhalten. Die Arbeit der UN-Truppen gestaltet sich unter der herrschenden Militärjunta schwierig.
Y.Baker--AT