-
Fünfzehn Jahre nach dem NSU bleiben Fragen zu Unterstützern offen
-
Hakeem Jeffries steht vor dem Aufstieg zum mächtigsten Demokraten im Kongress
-
Demokraten gewinnen in Texas Senatssitz und Gouverneursamt
-
Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern
-
Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan und schreibt Geschichte
-
Trump signalisiert nach Midterms Gesprächsbereitschaft mit den Demokraten
-
Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
-
Letzte Funksprüche zeigen Kontrollverlust vor Learjet-Absturz in Florida
-
Der Begriff „migrantisches Milieu“ belebt die Stadtbild-Debatte neu
-
Europas digitale Finanzinfrastruktur soll unabhängiger und robuster werden
-
Raiffeisen Bank International muss den geplanten Addiko-Deal neu strukturieren
-
Dobrindts Äußerung über „Chaoten“ löst Kritik von Grünen und Linken aus
-
Mehr als 1000 Berliner SPD-Mitglieder wenden sich gegen Rot-Grün-Rot um jeden Preis
-
Sachsen-Anhalts CDU ringt um Konsequenzen aus einem umstrittenen Papier
-
Niko Ilicevic stellt mit 16 Jahren den Bundesliga-Altersrekord ein
-
Der Berliner Gendarmenmarkt erzählt von französischer Einwanderung und Wandel
-
Kapstadts Konflikt mit Pavianen verschärft sich in wohlhabenden Vororten
-
NFL-Katastrophenangst: Helikopter fliegt direkt in Feuerwerk
"Beispielloser Stimmungseinbruch": Mittlere Generation blickt besorgt in Zukunft
Die hohe Inflation und die Energieknappheit drücken die Stimmung der mittleren Generation in Deutschland. Insgesamt sehen 51 Prozent der 30- bis 59-Jährigen mit großen Befürchtungen in die Zukunft: Dies ergab eine am Dienstag in Berlin veröffentlichten Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Damit gab es unter der mittleren Generation erstmals seit Beginn der jährlichen Befragung 2013 mehr Pessimisten als Optimisten.
Die Werte zeigen den Angaben zufolge einen "beispiellosen Stimmungseinbruch" unter den Befragten der mittleren Generation. "Auch im vergangenen Jahr und insbesondere im ersten Pandemiejahr 2020 waren die Menschen besorgt, aber sie waren nicht annähernd so pessimistisch wie jetzt", resümierte Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher.
Laut Umfrage bewertet die mittlere Generation ihre wirtschaftliche Lage deutlich pessimistischer als in den Vorgänger-Befragungen. 38 Prozent der Befragten gaben an, dass es ihnen heute schlechter geht als vor fünf Jahren. Lediglich 33 Prozent seien der Ansicht, es gehe ihnen besser.
Wie die Erhebung weiter ergab, wirkt sich die Verunsicherung deutlich auf das Konsumverhalten der 30- bis 59-Jährigen aus. Knapp die Hälfte gab an, dass sie sich im Konsum erheblich einschränken müsse. Besonders litten die Befragten demnach unter den teureren Lebensmitteln (82 Prozent) und gestiegenen Heizkosten (74 Prozent).
Zur Verunsicherung trägt auch der als zu gering empfundene persönliche Spielraum für Einsparungen bei. Nur sieben Prozent sehen bei sich erhebliche Einsparpotentiale. Dagegen erkennen 69 Prozent nur geringe und 22 Prozent überhaupt keine Möglichkeiten, in der aktuellen Krise ihre Ausgaben zu verringern.
Eine große Mehrheit von 83 Prozent der Befragten sieht den Staat in der Pflicht, die Auswirkungen von Inflation und Energieknappheit abzumildern, berichtete Köcher. Zugleich seien viele Befragte skeptisch, ob die beschlossenen Maßnahmen zur Bewältigung der Krise geeignet seien.
Lediglich 14 Prozent hätten großes oder sehr großes Vertrauen, dass die Maßnahmen greifen. Dagegen hätten drei Viertel der Befragten wenig oder kein Vertrauen in das Krisenmanagement der Regierung.
Laut GDV gehören mehr als 35 Millionen Menschen in Deutschland zur mittleren Generation. Demnach begründet sich der Fokus der Umfrage durch deren tragende Rolle innerhalb der Gesellschaft. Die 30- bis 59-Jährigen erwirtschafteten mehr als 80 Prozent der steuerpflichtigen Einkünfte.
Die repräsentative jährliche Umfrage zur Gemütslage der mittleren Generation gibt der GDV seit 2013 in Auftrag. An der aktuellen Befragung nahmen zwischen September und Oktober 1055 Männer und Frauen teil.
M.White--AT