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Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
SPD kritisiert Einstellung von Freiwilligendienst "kulturweit"
Aus der SPD kommt deutliche Kritik an der Einstellung des Freiwilligendienstes "kulturweit" durch das Auswärtige Amt. "Dass ausgerechnet der internationale Freiwilligendienst 'kulturweit' gestrichen werden soll, ist die falsche Entscheidung zur falschen Zeit", erklärte Fraktionsvize Wiebke Esdar am Mittwoch in Berlin. Das von Johann Wadephul (CDU) geleitete Außenministerium begründet den Schritt mit notwendigen Einsparungen.
"Der Freiwilligendienst ermöglicht jungen Menschen, Deutschland in der Welt zu vertreten, kulturelle Brücken zu bauen und internationale Kompetenz zu entwickeln", erklärte dazu Esdar. "Wer an solchen Programmen spart, spart an der Zukunft unserer offenen Gesellschaft." Sie wies darauf hin, dass sich durch dies Einstellung eines Programms wie "kulturweit" nur geringe Summen einsparen ließen, der Schritt "kostet uns aber wertvolle internationale Verbindungen".
"Gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen sollten wir kulturelle Brücken stärken, statt sie einzureißen", mahnte Esdar. Sie erinnerte daran, dass die SPD in den Haushaltsverhandlungen bewusst die Mittel für Freiwilligendienste gestärkt habe, weil Engagement, Austausch und Bildung gerade in unsicheren Zeiten unverzichtbar seien. "Es wäre ein fatales Signal, wenn ausgerechnet ein Programm der kulturellen Außenpolitik gestrichen wird, das seit Jahren erfolgreich junge Menschen zusammenbringt", warnte die SPD-Politikerin.
Das vom Auswärtigen Amt bisher geförderte Programm "kulturweit" ist der internationale Freiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission. Beide hatten vergangenen Woche die Einstellung des Programms bekanntgegeben. Demnach sollen im September letztmalig 300 Freiwillige ihren sechsmonatigen Auslandsaufenthalt mit dem Programm antreten.
Das Außenministerium gab bisher rund fünf Millionen Euro pro Jahr für "kulturweit" aus. Freiwillige konnten im Rahmen des Programms ein halbes oder ein ganzes Jahr in Kultur- und Bildungseinrichtungen oder Stätten des Weltnaturerbes im Ausland arbeiten. Es gab auch für junge Menschen aus dem Ausland Angebote zur Arbeit bei Einrichtungen in Deutschland.
An der Einstellung von "kulturweit" gibt es breite Kritik. Eine am Dienstag gestartete Petition dagegen auf der Plattform Weact! wurde bis Mittwochmittag von etwa 7000 Menschen unterstützt. Nicht von der Streichung betroffen ist das größere Programm "weltwärts", über das ebenfalls Freiwilligendienste im Ausland angeboten werden, vor allem im sozialen und ökologischen Bereich.
M.King--AT