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Weißes Haus verschärft Attacken gegen Sender CNN
Die US-Regierung hat ihre Attacken gegen den Fernsehsender CNN erneut verschärft. "CNN = Chicken News Network", erklärte der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Steven Cheung, am Donnerstag (Ortszeit) im Onlinedienst X. "Chicken" (deutsch "Huhn") bedeutet in diesem Kontext "Angsthase". In den USA läuft derzeit ein Bieterstreit um den Film- und Medienkonzern Warner Bros Discovery (WBD) zu dem auch CNN gehört. US-Präsident Donald Trump ist politisch und familiär in den Übernahmestreit verwickelt.
Cheung bezeichnete CNN als feige, weil der Sender den Trump-Berater Stephen Miller nicht zu einem Interview eingeladen hatte - "vermutlich weil sie Angst haben, sie könnten von ihm belehrt werden", fügte er hinzu.
US-Vizepräsident JD Vance teilte Cheungs Post und fügte hinzu: "Wenn CNN ein echtes Nachrichtennetzwerk sein will", solle der Sender "wichtige Stimmen unserer Regierung" zu Wort kommen lassen.
Die schärfste Attacke der US-Regierung gegen CNN stammte von einem offiziellen Benutzerkonto des Weißen Hauses im Onlinedienst X mit dem Namen Rapid Response 47. Darin wurde einer der bekanntesten Korrespondentinnen des Senders, Kaitlan Collins, vorgeworfen, sie sei "keine Journalistin". Vielmehr sei sie "ein Sprachrohr der Demokratischen Partei".
Hintergrund der zunehmenden verbalen Attacken gegen CNN ist ein möglicher Verkauf des Senders. Netflix und Paramount Skydance liefern sich derzeit einen Bieterkampf um den Film- und Medienkonzern Warner Bros Discovery, zu dem auch CNN gehört.
Netflix hatte am vergangenen Freitag die geplante Übernahme von Warner Bros Discovery für fast 83 Milliarden Dollar (gut 71 Milliarden Euro) bekanntgegeben. Trump stellte die Pläne am Sonntag in Frage und begründete dies mit dem "sehr großen Marktanteil" von Netflix. Paramount Skydance legte dann am Montag ein feindliches Angebot für WBD über 108 Milliarden Dollar vor.
Trump hatte am Mittwoch darauf gepocht, dass CNN Teil eines Verkaufs von WBD sein sollte. "Ich denke, CNN sollte gemeinsam mit dem Rest verkauft werden." Der US-Präsident steht dem Sender seit langem feindlich gegenüber.
Trumps Schwiegersohn und Berater, Jared Kushner, ist über seine Investmentfirma an dem Angebot von Paramount beteiligt. Trump hatte zuletzt erklärt, dass er sich an der Entscheidung der Regierung, ob der Verkauf genehmigt oder blockiert werde, beteiligen werde.
K.Hill--AT