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Iranischer Filmemacher Panahi unterstützt Streik von Lkw-Fahrern
Der in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnete iranische Filmemacher Jafar Panahi hat einen seit einer Woche andauernden Streik von Lastwagenfahrern in seiner Heimat mit regierungskritischen Äußerungen unterstützt. "Dies ist ein Weckruf für die Regierung: Es reicht! Schluss mit Unterdrückung und Ausbeutung", schrieb er am Mittwoch im Onlinedienst Instagram.
"Das kommt davon, wenn Diebe und Ungebildete an die Macht kommen: Das führt zu Korruption und Missmanagement auf allen Ebenen, von Wirtschaft und Kultur bis hin zu Umwelt und Politik", fügte Panahi hinzu.
Die Lastwagenfahrer streiken nach Angaben von Gewerkschaften gegen höhere Versicherungsprämien, schlechte Straßenverhältnisse, hohe Treibstoffpreise und geringe Bezahlung.
Panahi war nach seiner Auszeichnung am vergangenen Samstag auf dem Filmfestival in Cannes am Montag in den Iran zurückgekehrt und dort von Anhängern begeistert empfangen worden. Sein Film "Ein einfacher Unfall" enthält deutliche Kritik an der iranischen Führung. Der heimlich im Iran gedrehte Film handelt von fünf ehemaligen politischen Gefangenen, die ihrem mutmaßlichen Folterer begegnen.
Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot hatte die Auszeichnung Panahis als "Geste des Widerstands gegen die Unterdrückung durch das iranische Regime" bezeichnet. Aus Protest gegen diese Äußerung war der französische Geschäftsträger in Teheran einbestellt worden.
Die iranischen Behörden hatten Panahi lange die Ausreise aus dem Land verweigert. Bei der 78. Auflage des Festivals war es Panahi dann zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder gelungen, persönlich in Cannes zu erscheinen.
Ch.P.Lewis--AT