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Literatur-Nobelpreis für Südkoreanerin Han Kang
Der Literatur-Nobelpreis geht in diesem Jahr an die Südkoreanerin Han Kang. Die 53-Jährige werde für ihre "intensive poetische Prosa" geehrt, die "historische Traumata" zur Sprache bringe und die "Verletzlichkeit menschlichen Lebens" bloßlege, erklärte die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm. Damit geht der Literatur-Nobelpreis zum ersten Mal nach Südkorea.
Die Autorin beleuchte die "Verbindung zwischen Körper und Seele, den Lebenden und den Toten" und sei mit ihrem "experimentellen Stil" eine Erneuerin der zeitgenössischen Prosa, urteilten die Mitglieder der Schwedischen Akademie. Auf Deutsch sind von Han Kang unter anderem "Die Vegetarierin" und "Menschenwerk" erschienen.
Seit seiner Schaffung wurde der Literatur-Nobelpreis mehrheitlich an männliche Autoren aus Europa verliehen. Von 120 bisher Ausgezeichneten waren nur 17 Frauen, acht davon in den vergangenen 20 Jahren. Der Nobelpreis ist mit elf Millionen schwedischen Kronen (knapp 968.000 Euro) dotiert. Die Verleihung findet am 10. Dezember in Stockholm statt, dem Todestag des 1896 gestorbenen Erfinders und Preis-Stifters Alfred Nobel.
W.Stewart--AT