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Verivox: Jeder fünfte Befragte unsicher wegen Wegfalls des Nebenkostenprivilegs
Auch wenige Wochen vor der Abschaffung des sogenannten Nebenkostenprivilegs sind viele Menschen in Deutschland unsicher, ob sie davon überhaupt betroffen sind. In einer Umfrage des Vergleichsportals Verivox, deren Ergebnisse der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlagen, gaben 20 Prozent der Befragten an, nicht zu wissen, ob sie vor dem 1. Juli tätig werden müssen, um zu Hause weiter Kabelfernsehen empfangen zu können. Jeder und jede vierte Befragte sieht Nachteile wegen der Umstellung.
Bisher müssen und können sich Mieterinnen und Mieter nicht selbst um ihren Kabelanschluss in ihrer Wohnung kümmern. Die Vermieterinnen und Vermieter wählen den Anbieter aus und rechnen die Gebühren über die Betriebskosten ab - egal, ob im Haushalt Kabel-TV geschaut wird oder nicht. Ab 1. Juli ändert sich das. Dann nämlich fällt das Nebenkostenprivileg weg. Wer dann weiter fernsehen möchte, muss selbst einen Vertrag mit einem Anbieter abschließen.
Verbraucherinnen und Verbraucher, die ohnehin nicht fern schauen oder Angebote im Internet oder über die Antenne nutzen, müssen indes nichts machen. 21 Prozent der Befragten sind die neuen Regeln laut Verivox egal. 33 Prozent bewerten sie als positiv, weil sie entweder Geld sparen oder zumindest die Wahlmöglichkeit schätzen. Elf Prozent zahlten bisher für das Angebot, nutzten es jedoch nicht.
25 Prozent sehen hingegen Nachteile durch den Wegfall des Nebenkostenprivilegs. 14 Prozent erwarten höhere Kosten, zwölf Prozent waren mit der bisherigen Regel zufrieden, darunter besonders viele Menschen über 60 Jahre, wie Verivox mitteilte.
Das Vergleichsportal bezeichnete die Entscheidung für den Wegfall der bisherigen Regelung als "überfällig". "Mit der Aufgabe des Nebenkostenprivilegs wird ein alter Zopf abgeschnitten, der aus der Frühzeit des privaten Kabelfernsehens stammt", erklärte Jörg Schamberg von Verivox.
Für die Untersuchung befragte das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von Verivox im Mai dieses Jahres insgesamt 1001 Menschen. Demnach ist die Umfrage repräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundeslandzugehörigkeit.
F.Ramirez--AT