-
"Schande für das Land": Forderungen nach Parteiausschluss von Altkanzler Schröder
-
Perfektes Wochenende fortgesetzt: Verstappen auf der Pole
-
Mecklenburg-Vorpommern: Grünes Licht für rot-rot-grüne Koalitionsverhandlungen
-
Deutsche Bahn verabschiedet Intercity 1 - moderne ICE und Intercity 2 übernehmen
-
Indische Behörden gehen massiv gegen "Kakerlaken"-Protestbewegung vor
-
US-Gesandter lobt "konstruktive" Gespräche zur Ukraine - Erneut Tote bei russischen Angriffen
-
Mecklenburg-Vorpommern: Grüne votieren für rot-rot-grüne Koalitionsverhandlungen
-
Neuer-Fehler: Fellhauer mit schnellstem Tor der BL-Geschichte
-
Journalistenverband verurteilt AfD-Drohung gegen ZDF-Reporter Köster
-
Portugals Verband suspendiert Ronaldo vorläufig
-
Wagner-Debüt missglückt: Hannover chancenlos in Magdeburg
-
Kulturstaatsminister warnt SPD-Chefs wegen Berliner Sondierungen zu Rot-Rot-Grün
-
Trump verkündet Diesel-Liefervereinbarung mit Putin - Scharfe Kritik aus Kiew
-
Stachelschweine in Thüringen ausgebrochen
-
"Ragebait" ist Jugendwort des Jahres 2026
-
Brand auf Schulgelände in Hessen - Polizei vermutet Anschlag auf Ukraine-Hilfe
-
CDU-Generalsekretärin Hoppermann dämpft Erwartungen an CDU-Präsidiumsklausur
-
Anthropics KI-Modell Claude gab US-Polizei falschen Hinweis zu Mordfall
-
Verstappen gewinnt im Regenchaos - Russell wirft Mercedes weg
-
Grünen-Chefin fordert SPD zu Parteiausschluss von Altkanzler Schröder auf
-
Ukraine: Mindestens acht Tote bei russischen Angriffen auf Saporischschja
-
Bauindustrie fordert Milliarden-"Finanzierungsturbo" gegen Wohnungsnot
-
Schwere Schäden und dutzende Verletzte durch heftiges Erdbeben in Panama
-
Noosha Aubel: 143.056 Euro Jahresgrundgehalt – und Potsdams Bürger sollen als Goldesel zahlen
-
CDU streitet vor Präsidiumssitzung über die "Brandmauer" zur AfD
-
Taiwans Präsident: Erhöhung der Verteidigungsausgaben soll "Krieg verhindern"
-
Feuerwehr befreit Hunde aus Fuchsbau
-
Starkes Erdbeben in Panama: Mindestens 27 Verletzte und schwere Schäden
-
Indien: Gründer von Kakerlakenbewegung vor Protesten gegen Wahlkommission festgenommen
-
Tennis: Auch Struff scheitert in Shanghai
-
NHL: Seiders Red Wings unterliegen Grubauers Kraken
-
Linke fordert bei Pflege und Rente einheitliche Versicherungen
-
WNBA: Fiebich und New York scheitern im Halbfinale
-
"Chance genutzt": Kössler überzeugt den Bundestrainer
-
Trump ernennt Kommentatorin Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin
-
Kompany: Musiala wird wieder "glücklich Fußball spielen"
-
Tor gegen BVB: Füllkrug kann sich Jubel "nicht verkneifen"
-
"Lebensbedrohlicher" Sturm: Hurrikan "Isaias" in Florida auf Land getroffen
-
Trump kritisiert Friedensnobelpreis für Pillay als "schändlich"
-
Hoppermann: Bei CDU-Präsidiumsklausur Aufarbeitung der jüngsten Wahldebakel
-
Drei Männer wegen Mordes an drei Surf-Touristen in Mexiko schuldig gesprochen
-
Schweres Erdbeben in Panama: Staatschef spricht von "großer Katastrophe"
-
Tödliche Überflutungen: Brasiliens Staatsanwaltschaft verklagt Shell auf Schadenersatz
-
Umstrittener Royal: Prinz Harry bei Besuch von Rugby-Spiel ausgebuht
-
Bau-Präsident: Bereits "verheerende Folgen" durch Vergesellschaftungspläne der Linken
-
US-Gesandter Witkoff: "Konstruktive Gespräche" mit Kiew und Europäern zum Ukraine-Krieg
-
Panamas Staatschef: Erdbeben ist eine "große Katastrophe"
-
Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung fordert weltweite Abkehr von Todesstrafe
-
Früherer ZDF-Chefredakteur Klaus Bresser gestorben
-
Trump ernennt Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin
Medizin-Nobelpreis für mRNA-Forschung an Wissenschaftler aus Ungarn und den USA
Die ehemalige Biontech-Vizepräsidentin Katalin Karikó und der US-Wissenschaftler Drew Weissman erhalten für ihre Grundlagenforschung zur mRNA-Technologie den Medizin-Nobelpreis. Die Preisträger hätten mit ihrer Arbeit dazu beigetragen, "in einem beispiellosen Tempo Impfstoffe anlässlich einer der größten Bedrohungen für die menschliche Gesundheit in der Neuzeit zu entwickeln", gab das Nobel-Komitee am Montag in Stockholm mit Blick auf die Corona-Pandemie bekannt.
Die mRNA-Technologie ebnete den Weg für die Entwicklung der Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. Die ungarische Biochemikerin Karikó arbeitete eng mit den Gründern des deutschen Pharmaunternehmens Biontech, Özlem Türeci und Ugur Sahin, zusammen. Von 2013 bis 2022 war sie Vizepräsidentin des in Mainz ansässigen Unternehmens.
Das Unternehmen erklärte am Nachmittag: "Wir schätzen Kati und Drew für ihre Leidenschaft, ihre Beharrlichkeit und ihr Engagement." Der Preis solle Wissenschaftler weltweit "daran erinnern, ihre Forschungsarbeit fortzusetzen und das volle Potenzial neuer Wirkstoffklassen auszuschöpfen".
Mit der diesjährigen Ehrung brach das Nobel-Komitee mit seiner üblichen Praxis, jahrzehntealte Forschungsarbeiten zu würdigen, die sich bereits über einen längeren Zeitraum bewährt haben. Das Nobel-Komitee gab zur Begründung für die Preisvergabe unter anderem an, mit ihren Entdeckungen über die Veränderungen der Nukleobasen hätten die beiden Forscher "die Entwicklung von wirksamen mRNA-Impfstoffen gegen Covid-19 ermöglicht". Biontech erklärte, dies sei "eine der wichtigen Innovationen" für seinen Impfstoff gewesen.
Die 68-jährige Karikó und der 64-jährige Weissman, langjährige Kollegen an der Universität von Pennsylvania in den USA, erhielten für ihre Forschung bereits mehrere renommierte Preise. Karikó wurde 2022 gemeinsam mit den Biontech-Gründern auch mit dem renommierten Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis ausgezeichnet.
Auf die Ehrung mit dem Nobelpreis reagierten beide ungläubig. Karikó sagte dem schwedischen Rundfunk, sie habe die Nachricht nicht glauben können und erst einmal gelacht. "Das ist unglaublich", sagte sie. Gleichzeitig habe sie an ihre mittlerweile verstorbene Mutter gedacht, die sich die Verkündung der Nobelpreisträger jahrelang im Fernsehen angeschaut habe - in der Hoffnung den Namen ihrer Tochter zu hören. Auch Weissman glaubte zunächst "an einen Streich".
Die Corona-Impfstoffe wurden ab Ende 2020 für den Einsatz zugelassen und retteten dem Nobel-Komitee zufolge "Millionen von Menschenleben" und bewahrten "viele weitere vor schweren Krankheiten". Im Gegensatz zu herkömmlichen Impfstoffen, die abgeschwächte Viren oder ein Teil des Virusproteins verwenden, liefern mRNA-Impfstoffe die genetischen Moleküle, die den Zellen mitteilen, welche Proteine sie bilden sollen. Dadurch wird quasi eine leichte Infektion simuliert.
Die Biochemikerin Karikó erkannte bereits in den 1990er Jahren den großen Wert von mRNA zur Behandlung von Krankheiten - zum großen Durchbruch gelangte die Technologie jedoch erst Mitte der 2000er Jahre. Die mRNA-Technologie wird auch zur Entwicklung von Behandlungen von Krankheiten wie Krebs, Grippe oder Herzleiden genutzt.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schrieb im Onlinedienst X, ehemals Twitter, eine bessere Wahl für den Nobelpreis Medizin könne es nicht geben. Ohne den Beitrag der beiden Forscher "wären Millionen Menschen mehr an Covid gestorben". Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) gratulierte den beiden Wissenschaftlern und nannte die mRNA-Technologie einen "echten Gamechanger". Auch der Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaft Leopoldina, Gerald Haug, beglückwünschte Leopoldina-Mitglied Karikó.
Der Nobelpreis ist mit elf Millionen schwedischen Kronen (rund 920.000 Euro) dotiert. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung für Medizin an den Schweden Svante Pääbo, der am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig tätig ist. Karikó und Weissman werden ihren Preis am 10. Dezember, dem Todestag des Wissenschaftlers Alfred Nobel, bei einer Zeremonie in Stockholm von König Carl XVI. Gustaf überreicht bekommen.
Die Bekanntgabe der Preisträger in der Kategorie Medizin bildete den Auftakt des Nobelpreis-Reigens in dieser Woche. Am Dienstag und Mittwoch folgen die Preisträger für Physik und Chemie, am Donnerstag für Literatur und am Freitag für den Friedensnobelpreis. Am darauffolgenden Montag bildet die Bekanntgabe des Preisträgers für Wirtschaftswissenschaften den Abschluss.
B.Torres--AT