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Nick Reiner fordert Geld aus Fonds seiner toten Eltern für Verteidigung in Mordprozess
Im Verfahren zum gewaltsamen Tod von US-Regisseur Rob Reiner und dessen Frau fordert der angeklagte Sohn Nick Reiner Geld aus einem Treuhandvermögen seiner Eltern zur Finanzierung seiner Verteidigung. In einem 136 Seiten langen Antrag beim zuständigen Bericht in Los Angeles heißt es, Nick Reiner hätte bereits seit zwei Jahren Auszahlungen aus dem Treuhandfonds mit einem Umfang von 1,5 Millionen Dollar (1,3 Millionen Euro) bekommen müssen.
Weil ihm der Zugriff verwehrt werde, habe der 32-Jährige seinen ursprünglichen Verteidiger, den Star-Anwalt Alan Jackson, nicht mehr bezahlen können. "Nick hat seine Eltern geliebt und er ist am Boden zerstört wegen ihres Todes", betonten Reiners Anwälte in dem Antrag. "Aber die Fakten dazu, was mit ihnen geschehen ist und was nicht, sind kein Thema bei dem Treuhand-Rechtsstreit."
Es geht um einen von drei Fonds, die Rob Reiner und seine Frau für ihre Kinder eingerichtet hatten. Laut dem Antrag sollte Nick Reiner die Hälfte des Geldes mit 30 Jahren erhalten und die andere fünf Jahre später. Diese Bestimmungen seien "verpflichtend und bedingungslos", betonten Nick Reiners Anwälte.
Rob Reiner, der mit Filmen wie "Harry und Sally" und "Stand By Me" Erfolge feierte, und seine Frau Michele Singer Reiner waren Mitte Dezember tot in ihrer Villa in Los Angeles aufgefunden worden. Der 79-jährige Filmemacher und die 70-jährige Fotografin waren erstochen worden.
US-Medienberichten zufolge war der Gewalttat ein Streit zwischen Nick Reiner und seinen Eltern auf einer Party des Moderators und Komikers Conan O'Brien am Vorabend vorausgegangen. Worum es dabei ging, ist unklar. Nick Reiner hat auf nicht schuldig plädiert, der Prozess gegen ihn wird voraussichtlich im September fortgesetzt.
Nick Reiner ist der jüngste Sohn des Paares und hatte jahrelang mit Drogenproblemen zu kämpfen. Als Teenager war er mehrfach in einer Entzugsklinik und zeitweise obdachlos. Rob Reiner und sein Sohn verarbeiteten ihre schwierige Beziehung 2016 in dem teilweise autobiografischen Film "Being Charlie - Zurück ins Leben".
W.Nelson--AT