-
Schon in EM-Form: Neugebauer siegt in Ratingen
-
Elf Tote bei Flugzeugabsturz in Frankreich - Opfer wollten Fallschirmsprung absolvieren
-
THW-Teams nehmen in Venezuela Suche nach Verschütteten auf
-
Dritter Tag mit Temperaturrekord in Folge - Hitzewelle in Deutschland geht zuende
-
Fünfkampf: Dogue erstmals Gesamtweltcupsieger
-
Hitzeschlacht: Russell siegt souverän - Verstappen trumpft auf
-
Serbiens Präsident Vucic kündigt vor Anhängern Rücktritt "in ein paar Wochen" an
-
Baby aus Krankenhaus mitgenommen: Polizei fahndet nach Frau
-
14 Tote bei Absturz eines Hubschraubers von Aramco in Saudi-Arabien
-
Nach Rahmenabkommen mit Libanon: Neue Gefechte zwischen Israel und Hisbollah
-
DIHK fordert Zusammenarbeit der EU mit China und warnt vor Handelskonflikt
-
Preisgeld-Streit in Wimbledon: Uneinigkeit bei Spielern
-
Neue Hitzekorde in Deutschland - Abkühlung aber in Sicht
-
Venezuela: Suche nach Erdbeben-Überlebenden hält an - bislang mehr als 1400 Tote
-
Biber verunglückt im Gleisbett - Schulkinder wollen helfen
-
Neue Angriffe Irans und der USA schüren Furcht vor Kollaps der Friedensbemühungen
-
EU aktiviert Katastrophenschutz-Mechanismus für Venezuela-Hilfe
-
Dämpfer für Wüst: CDU in NRW verliert in Umfrage - AfD zweitstärkste Kraft
-
Radfahrer wird von Zug überfahren und stirbt
-
Besuch in Großbritannien: Harry und Meghan wohnen im Juli in königlichen Residenzen
-
Neuer nächtlicher Temperaturrekord: 29,4 Grad in Sachsen gemessen
-
USA und Iran greifen trotz Waffenruhe erneut an - Golfstaaten unter Beschuss
-
Aberwitziges "Endspiel": Österreich und Algerien weiter
-
Joker Messi mit Freistoß-Tor: Argentinien besiegt Jordanien
-
Albanien: Erneut Tausende Menschen bei Demonstration gegen Kushner-Bauprojekt
-
Grünen-Fraktionschefin Dröge fordert Sofortprogramm für Klimaanlagen
-
US-Botschafter feiert 250. Jubiläum in Brüssel mit hochrangigen Gästen
-
Historischer Erfolg: DR Kongo im Sechzehntelfinale
-
Spektakuläres Remis: Ronaldo verpasst Gruppensieg
-
Mileis Kabinettschef tritt wegen Korruptionsvorwürfen zurück
-
Zittersieg gegen Ghana: Kroatien im Sechzehntelfinale
-
Mit Rekordmann Kane: England müht sich zum Gruppensieg
-
US-Streitkräfte: "Mehrere Ziele" im Iran angegriffen
-
Brief an Wadephul: Politiker fordern Überstellung von Maja T. nach Deutschland
-
Zehntausende Menschen feiern Versammlungsfreiheit bei Pride Parade in Budapest
-
Schicksalsschlag: Gakpo trauert um ungeborenes Kind
-
Kabayel neuer WBC-Weltmeister: "Unglaublich"
-
Schnelles Wiedersehen mit Schiedsrichter Jayed
Prozess gegen Milizenkämpfer aus syrischem Bürgerkrieg in Berlin begonnen
Vor dem Berliner Kammergericht hat der Prozess gegen einen 55-jährigen Milizenkämpfer aus dem syrischen Bürgerkrieg begonnen. Zu Beginn am Donnerstag verlas eine Vertreterin der Bundesanwaltschaft die Anklageschrift. Dem staatenlosen Moafak D. werden demnach unter anderem Kriegsverbrechen und Mord in sieben Fällen vorgeworfen.
So soll D. am 23 März 2014 in Syriens Hauptstadt Damaskus aus einer Panzerabwehrwaffe eine Granate in eine Menschenmenge gefeuert haben, die auf die Ausgabe von Lebensmittelpaketen wartete. Dabei seien mindestens sieben Menschen getötet worden. Wenigstens drei weitere, darunter ein sechsjähriges Kind, seien zum Teil schwer verletzt worden.
D. ist deshalb auch wegen versuchten Mordes in drei Fällen angeklagt. Zwei der damals Verletzten nehmen als Nebenkläger am Prozess teil.
Die Tat ereignete sich laut Anklage im Stadtviertel Jarmuk. Dieses war ursprünglich ein Lager für palästinensische Geflüchtete. Zwei Milizen übernahmen dort im Auftrag des syrischen Regimes die Kontrolle im Bürgerkrieg - die "Volksfront zur Befreiung Palästinas Generalkommando" und das "Free Palestine Movement" (FPM). Ab 2012, nach Beginn des Bürgerkriegs, kam es auch in Jarmuk zu Protesten gegen die autoritäre syrische Führung.
Zwischen Juli 2013 und April 2015 riegelten der Bundesanwaltschaft zufolge die beiden bewaffneten Gruppierungen deshalb das Stadtviertel vollständig ab. In der Folge sei es unter den Bewohnern zu einem Mangel an Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung gekommen.
Der Angeklagte soll sich 2013 der FPM angeschlossen haben und am Tattag mit einer Gruppe von ihm befehligter Kämpfer an einem Checkpoint die Essensausgabe durch ein Hilfswerk der Vereinten Nationen überwacht haben.
D. schoss dann der Oberstaatsanwältin zufolge "ohne äußeren Anlass gezielt mitten in die versammelte Menge". Er habe dabei Rache für die Tötung seines Neffen nehmen wollen. Dieser war ein bis zwei Tage zuvor bei einem Schusswechsel mit Kämpfern der "Freien Syrischen Armee" (FSA) getötet worden. Syriens Regierung habe die Bevölkerung in Jarmuk der Kollaboration mit der FSA verdächtigt.
D. wollte sich am Donnerstag nicht zu den gegen ihn vorgebrachten Vorwürfen äußern. Sein Anwalt verlas jedoch eine Erklärung mit Angaben zu seinem Lebenslauf. In dieser gab der 55-Jährige an, zuerst in der Baubranche in Jarmuk und ab 2018 als Bote für eine der Milizen im Viertel gearbeitet zu haben.
Nach Deutschland kam er demnach 2018 in Rahmen einer Familienzusammenführung, hier wurde er im vergangenen Jahr auch verhaftet. Für den Prozess vor einem Staatsschutzsenat wurden Verhandlungstermine bis Ende November angesetzt.
E.Hall--AT