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Wegen Anschlagsplanung in Berlin: Mehrere Jahre Haft für 22-jährigen Syrer
Wegen der mutmaßlichen Planung eines Anschlags in Berlin ist ein 22-jähriger Syrer zu fünf Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach den Angeklagten am Freitag unter anderem der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und der Terrorismusfinanzierung schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Der Haftbefehl gegen den Mann wurde aufrecht erhalten.
Laut Anklage der Berliner Generalstaatsanwaltschaft soll er spätestens im März 2025 den Entschluss gefasst haben, im Namen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) einen Anschlag in der Bundeshauptstadt zu verüben und mit einem Messer möglichst viele Jüdinnen und Juden sowie "Ungläubige" zu töten. Anschließend wollte er sich selbst mit einem Sprengstoffgürtel töten.
In sozialen Medien soll sich der Syrer über das Märtyrertum und den sogenannten Dschihad informiert haben. Außerdem kaufte er online ein Messer und diverse Gegenstände, die vermutlich dem Bau einer "Spreng- und Brandvorrichtung" dienten. Auch soll er zwischen März und Oktober 2025 in den sozialen Medien verschiedene Beiträge des IS veröffentlicht haben, in denen unter anderem zum bewaffneten Kampf aufgerufen wurde.
Der Mann reiste laut Generalstaatsanwaltschaft im Dezember 2023 erstmals nach Deutschland ein. Im September 2024 wurde ihm subsidiärer Schutz zuerkannt, der im Januar 2026 durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge widerrufen wurde. Am 1. November 2025 wurde er festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.
W.Nelson--AT