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Großeinsatz nach Hauseinsturz in Görlitz: Noch drei Menschen vermisst
Großeinsatz nach Hauseinsturz in Görlitz: Noch drei Menschen vermisst
Nach dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses durch eine mutmaßliche Gasexplosion in Görlitz haben Retter am Dienstag weiter mit Hochdruck nach drei Vermissten unter den Trümmern gesucht. Nach Angaben von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk wurden die Trümmer von per Hand sowie von Ortungsspezialisten mit Wärmebildkameras durchsucht, es bestand demnach weiterhin Gefahr durch ausströmendes Gas. "Die Suche hat absolute Priorität", betonte der Oberbürgermeister der sächsischen Stadt, Octavian Ursu (CDU).
Das Wohngebäude in der Görlitzer Innenstadt war am Montagnachmittag eingestürzt. Zunächst wurden fünf Menschen vermisst, zwei wurden später aber wohlbehalten angetroffen. Sie hatten sich nicht dem Haus aufgehalten. Bei den drei noch Vermissten handelt es sich laut Polizei nach aktuellem Stand um zwei Frauen im Alter von 25 und 26 Jahren sowie einen 47-jährigen Mann. Der Feuerwehr zufolge könnte der zeitaufwändige Sucheinsatz womöglich bis in die Nacht andauern.
"Wir sind mit den Angehörigen im Austausch und hoffen das Beste", sagte der Görlitzer Polizeichef Raik Schulze am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Behörden. Die Ursache des Unglücks war den Angaben der Einsatzkräfte zufolge noch unklar. Die Ermittlungen der Polizei sollten erst nach Abschluss der Rettungsarbeiten starten.
An der Einsturzstelle war weiter ein Großaufgebot von Hilfskräften im Einsatz, darunter am Freitag mehr als 40 Spezialisten des Technischen Hilfswerks. Wie dessen Landesverband mitteilte, überwachten diese unter anderem umliegende Gebäude aus Sicherheitsgründen mit Sensoren. Insgesamt zehn Häuser waren demnach aktuell evakuiert, es bestehe weiterhin Gefahr durch ausströmendes Gas. Die Lage sei "unübersichtlich und dynamisch", die Belastung der Helfer hoch.
Von der Räumung des umliegenden Bereichs betroffen waren laut Behörden 54 Menschen, die zwischenzeitlich betreut und untergebracht werden mussten. Laut Polizei war aufgrund des Großeinsatzes auch am Freitag im gesamten Görlitzer Stadtgebiet mit Verkehrsproblemen zu rechnen.
Nach Angaben des Feuerwehreinsatzleiters Sebastian Schramm wurden die Trümmer während der Vermisstensuche per Hand angehoben, um etwaige Gasansammlungen aufzulösen. Seinen Angaben nach bestand bei den unmittelbar angrenzenden Gebäuden allerdings keine Einsturzgefahr.
M.King--AT