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Angreifer erschießt fünf Menschen in Kiew - Polizei tötet Täter nach Geiselnahme in Laden
Ein Angreifer hat in einem Wohnviertel der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens fünf Menschen getötet. Weitere zehn Menschen wurden nach der Gewalttat am Samstag mit Verletzungen und Traumata ins Krankenhaus eingeliefert, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte. Der Täter hatte nach Angaben der Ermittler auf der Straße das Feuer eröffnet und dann in einem Supermarkt mehrere Geiseln genommen. Er wurde von Sondereinsatzkräften der Polizei getötet.
Laut Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko schoss der Täter auf einer Straße im Süden der Hauptstadt um sich, bevor er in den Supermarkt eindrang. Nach Angaben Selenskyjs konnten die Spezialkräfte bei ihrem Zugriff vier Geiseln befreien. Eine der Geiseln sei jedoch von dem Täter erschossen worden, teilte Innenminister Ihor Klymenko mit.
Laut Klymenko feuerte der Mann auch auf die Polizisten, die ihn lebend zu ergreifen versucht hätten. Die Sicherheitskräfte hätten zuvor etwa 40 Minuten lang versucht, den Mann dazu zu bewegen, aufzugeben und seine Geiseln freizulassen.
Die Polizisten hätten den Täter auch dazu bringen wollen, die Versorgung eines mutmaßlich blutenden Menschen in dem Geschäft zuzulassen - "aber er hat nicht geantwortet". "Deshalb wurde der Befehl erteilt, ihn zu eliminieren", teilte der Innenminister mit.
Die Hintergründe des Verbrechens waren zunächst unklar. Nach Angaben von Generalstaatsanwalt Krawtschenko war der Täter 58 Jahre alt und in Moskau geboren. Nach ersten Erkenntnissen habe er aus einer Schnellfeuerwaffe geschossen. Auch sei ein Feuer in der Wohnung ausgebrochen, in welcher der Täter gemeldet gewesen sei.
Selenskyj erklärte, "alle Umstände" der Gewalttat würden nun ermittelt. Er forderte eine "schleunige Untersuchung". Den Hinterbliebenen der Opfer sprach der Präsident sein Beileid aus.
Ein der Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft angehängtes Foto zeigt einen in einem Geschäft liegenden Körper, der von Blut bedeckt ist. Nahe den Füßen liegt eine Schusswaffe. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah Blutflecken auf der Fensterscheibe des Supermarkts, der von der Polizei abgeriegelt war.
Eine Angestellte des Supermarkts mit dem Vornamen Tetjana sagte AFP, sie habe Geräusche aus dem Inneren des Ladens gehört, die sich wie das Knallen von Champagnerkorken oder platzende Luftballons angehört hätten. "Dann haben die Kunden angefangen zu schreien: 'Rennt'!". Sie hätten sich dann hinter den Kühlschränken versteckt, berichtete Tetjana mit zitternder Stimme.
O.Gutierrez--AT