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Revisionsprozess nach Mord an 15-jährigem Mädchen in Berlin begonnen
Rund zwei Jahre nach einem Mord an einer 15-Jährigen an der Berliner Rummelsburger Bucht hat vor dem Landgericht der Hauptstadt der Revisionsprozess gegen einen 43-Jährigen begonnen. Zu Beginn am Dienstag wurden auszugsweise die Anklage, ein Urteil des Landgerichts vom März vergangenen Jahres sowie eines des Bundesgerichtshofs (BGH) vom November verlesen.
Bekim H. hatte die Schülerin in einer Nacht im August 2020 im Stadtteil Friedrichshain auf einem Brachgelände in ein Gebüsch gezogen, vergewaltigt und erwürgt. Das Landgericht verurteilte ihn dafür wegen Mordes in Tateinheit mit Vergewaltigung zu lebenslanger Haft. Hiergegen legte H. Revision beim BGH ein, woraufhin dieser das Urteil aufhob.
Der Einfluss von Rauschmitteln und Alkohol sei fehlerhaft bewertet worden, rügte das Gericht. Desweiteren seien "die psychopathologischen Faktoren" neu zu bewerten. Die Feststellungen zum objektiven Tatgeschehen erhielt der BGH jedoch aufrecht. Eine andere Kammer des Landgerichts muss deshalb nun die Schuldfähigkeit des 43-Jährigen neu überprüfen.
Dieser wollte sich am Dienstag nicht zur Tat äußern. Anschließend wurde ein Urteil aus 2001 auszugsweise verlesen. H. hatte bereits damals wegen einer Vergewaltigung vor Gericht gestanden, wurde aber aufgrund einer psychischen Erkrankung freigesprochen. Daraufhin verbrachte er knapp 13 Jahre in einem psychiatrischen Krankenhaus. Für den Revisionsprozess sind Termine bis Ende September angesetzt.
W.Moreno--AT