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Epstein-Affäre: Weitere Fotos veröffentlicht
In der Affäre um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein haben Kongressabgeordnete der Demokraten weitere Fotos aus dessen Nachlass veröffentlicht. Die 68 am Donnerstag ohne nähere Angaben veröffentlichten Fotos zeigen unter anderem Reisepässe und Ausweisdokumente von Frauen aus verschiedenen Ländern sowie Epstein mit mehreren Prominenten, darunter der US-Gelehrte Noam Chomsky, Regisseur Woody Allen und der frühere Berater von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon.
Auf einem anderen Foto ist Microsoft-Gründer Bill Gates mit einer Frau zu sehen, deren Gesicht geschwärzt ist. Die neuesten Fotos scheinen keine rechtswidrigen Handlungen der abgebildeten Menschen zu zeigen.
Ein Bildschirmfoto zeigt jedoch einen Chatverlauf, in dem ein unbekannter Absender offenbar über die Anwerbung junger Frauen spricht. "Ich habe eine Freundin, die mir heute ein paar Mädchen geschickt hat. Aber sie verlangt 1000 Dollar pro Mädchen", heißt es darin. Das Bildschirmfoto enthält eine teilweise geschwärzte Personenbeschreibung und die Angabe "18 Jahre alt". Unklar ist, zwischen wem die Konversation stattfand.
Der verurteilte US-Sexualstraftäter Epstein war 2019 erhängt in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden. Ihm wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und junge Frauen missbraucht und Prominenten zugeführt zu haben.
Trump ist in der Affäre unter Druck geraten, weil er engere Beziehungen zu Epstein bestreitet und seine Regierung nicht wie angekündigt Transparenz in dem Fall geschaffen hat. Ein persönliches Fehlverhalten konnte dem Präsidenten bisher nicht nachgewiesen werden.
Gegen den Willen Trumps hatte der Kongress in Washington Mitte November nahezu einstimmig das Epstein-Akten-Transparenzgesetz (Efta) beschlossen. Danach soll das US-Justizministerium bis zum Freitag "alle nicht als geheim eingestuften Aufzeichnungen, Dokumente, Mitteilungen und Ermittlungsmaterialien" in dem Fall veröffentlichen.
Ausgenommen sind Akten zu laufenden Ermittlungen oder solche, die die nationale Sicherheit beeinträchtigen. Experten rechnen damit, dass zahlreiche Stellen vor der Freigabe geschwärzt werden könnten.
A.Moore--AT