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Dutzende vorläufige Festnahmen bei propalästinensischen Aktionen in Berlin
Bei propalästinensischen Aktionen in Berlin sind dutzende Menschen vorläufig festgenommen worden. Alle 47 Betroffene wurden anschließend wieder freigelassen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Am Mittwochabend hatte es eine Demonstration zum 76. Jahrestag der sogenannten Nakba zur Erinnerung an die Flucht und Vertreibung hunderttausender Palästinenser nach der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 gegeben.
Diese verlief weitestgehend ohne Störungen. Rund 600 Menschen nahmen an dem Aufzug teil. Am Rande wurde ein Mann vorläufig festgenommen, der bei einer früheren Versammlung mit einer Straftat aufgefallen war. Zudem wurde eine Frau vorläufig festgenommen, die einen Hut mit einem verbotenen Symbol trug.
Darüber hinaus gab es mehrere dezentrale Aktionen. Aus einer Gruppe von rund 200 Menschen heraus brannten einzelne Teilnehmer einer Aktion Pyrotechnik und Bengalos ab. Kurze Zeit später wurden aus einer Gruppe von rund 40 Menschen propalästinensische Parolen skandiert. Am späteren Abend entdeckten Einsatzkräfte Krähenfüße auf einer Fahrbahn im Bezirk Neukölln.
Neben Festnahmen gab es auch zahlreiche Platzverweise. Insgesamt wurden fünf Anzeigen geschrieben - eine wegen eines Verstoßes gegen das Vereinsgesetz und jeweils zwei wegen Widerstands gegen Vollzugsbeamte und Nötigung im Straßenverkehr. Polizisten wurden nicht verletzt.
A.Taylor--AT