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Mann und Frau wegen Mordes an 18-jähriger Mitbewohnerin in Neubrandenburg vor Gericht
Vor dem Landgericht Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern hat am Dienstag ein Mordprozess gegen zwei junge Menschen aus einer Behinderteneinrichtung begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, eine 18-jährige Mitbewohnerin heimtückisch getötet zu haben. Laut Anklage hatten der 20-jährige Angeklagte und die 19-jährige mutmaßliche Mittäterin ihr Opfer im Dezember 2023 in Pasewalk im Kreis Vorpommern-Greifswald in eine Kleingartenanlage gelockt.
Dort soll die Angeklagte dem Mädchen zunächst einen Stein an den Hinterkopf geworfen haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte der 18-Jährigen danach 71 Stiche in den Brustkorb versetzte und die Angeklagte zwölfmal im Halsbereich zustach. Zusätzlich sollen die mutmaßlichen Täter ihr Opfer gewürgt haben.
Die Angeklagten wurden einen Tag nach der Tat festgenommen, sie sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Ein Motiv fanden die Ermittler bislang nicht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelte der 19-Jährige im Zustand verminderter Schuldfähigkeit, während die 20-Jährige voll schuldfähig sein soll. Das Gericht setzte vorerst drei weitere Verhandlungstage bis Mitte Mai an.
T.Sanchez--AT